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Strategisches Vermögensmanagement – Werte sichern und steigern

Strategisches Vermögensmanagement – Werte sichern und steigern

Vermögensmanagement

Seit 70 Jahren sind wir auf das Vermögensmanagement von Stiftungen spezialisiert – über 670 Stiftungen vertrauen uns heute ein Vermögen von über 3,8 Milliarden Euro an.

Das Deutsche Stiftungszentrum (DSZ) bietet über den Stifterverband ein professionelles Vermögensmanagement an, das die spezifischen Interessen und Bedürfnisse von gemeinnützigen Stiftungen berücksichtigt. Unsere Anlagepolitik bezieht aber nicht nur stiftungsspezifische, sondern auch kapitalmarktbedingte Anforderungen ein. Darüber hinaus verfolgt das Vermögensmanagement im Stifterverband einen Nachhaltigkeitsansatz.

Ein unabhängiger Anlagebeirat, bestehend aus Persönlichkeiten führender Finanz- und Wirtschaftsunternehmen, berät das Präsidium des Stifterverbandes in Fragestellungen rund um die Anlage von Stiftungsvermögen. Dieses Gremium legt zusammen mit dem Vermögensmanagement des Stifterverbandes die Anlagepolitik bzw. Anlagestrategie fest und spricht Empfehlungen aus; Ziele sind ein langfristiger Kapitalerhalt und die Erwirtschaftung solider, stetiger Erträge für die Projektarbeit der Stiftungen.

Das Dienstleistungsangebot des Deutschen Stiftungszentrums im Stifterverband beinhaltet u.a. das Pooling von Stiftungsvermögen in Spezialfonds. Vom DSZ betreute Stiftungen können sich an bestehenden Spezialfonds des Stifterverbandes beteiligen, die der Anlagephilosophie und der Empfehlungslage des Anlagebeirates folgen und seit Ende 2019 Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Es ist aber ab einem gewissen Volumen auch möglich, neue Spezialfonds für einzelne Stiftungen aufzulegen, die individuellen Vorgaben entsprechen.

 

Vermögensmanagement im DSZ – Ihre Vorteile

  • Unabhängigkeit des Stifterverbandes und des Deutschen Stiftungszentrums
    Der hochkarätig besetzte Anlagebeirat des Stifterverbandes agiert bankenunabhängig und legt zusammen mit dem Vermögensmanagement des Stifterverbandes die Eckpunkte der Anlagepolitik und -strategie fest. Stiftungen können unter Spezialfonds von verschiedenen Kapitalverwaltungsgesellschaften auswählen.
     
  • Pooling von Stiftungsinteressen
    Anleger in den Spezialfonds sind ausschließlich vom DSZ betreute gemeinnützige Stiftungen, deren Bedürfnisse und Anforderungen Berücksichtigung finden.
     
  • Diversifikation und Wertsicherung/Wertsteigerung
    Die Stiftungsvermögen werden in Spezialfonds breit gestreut über Anlageklassen, -segmente und -regionen (Diversifikation) angelegt. Chancen einzelner Anlageformen werden genutzt und Risiken durch Verteilung minimiert.
    Die angewandten dynamischen Wertsicherungs-/Wertsteigerungs-Modelle arbeiten prognosefrei: Kapitalmarktbedingte Kursverluste, speziell in Kapitalmarktkrisen, werden begrenzt. In positiven Kapitalmarktphasen ermöglichen die Modelle eine Partizipation an mittel- bis langfristigen kapitalmarktbedingten Wertzuwächsen.
     
  • Kosteneffizienz
    Die üblicherweise im Publikumsfonds-Bereich berechneten Ausgabeaufschläge und sonstige Kaufprovisionen entfallen im Spezialfonds-Geschäft, und die internen Spezialfonds-Gebührenvereinbarungen spiegeln das Niveau eines institutionellen Investors wider.

Die vom DSZ betreuten und in den Spezialfonds "gepoolten" Stiftungen erhalten durch Investition eine hocheffiziente, professionelle und kosteneffiziente Vermögensanlage, die Nachhaltigkeitskriterien entspricht.

 

Nachhaltige Vermögensanlage

Der Stifterverband mit seinem Deutschen Stiftungszentrum (DSZ) hat sich zum Ziel gesetzt, sein unternehmerisches Handeln konsequent nachhaltig zu gestalten. Ein erster Meilenstein war Ende 2019 die Implementierung einer dreistufigen Nachhaltigkeitsstrategie, die als integraler Bestandteil des Vermögensmanagements der Mehranleger-Spezialfonds eingeführt wurde.

Das Leitbild der Nachhaltigkeit wird am Kapitalmarkt über die drei ESG-Kriterien Environment (Umwelt), Social (Soziales/Gesellschaft) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmens-/Staatsführung) konkretisiert und in einer kombinierten Anlagestrategie umgesetzt.

Liquide Kapitalanlage

Bei der liquiden Kapitalanlage, d.h. bei Investments in Aktien und Anleihen, setzt der Stifterverband bei der Integration von ESG-Kriterien in den Investmentprozess sowie in das Controlling und Reporting auf eine Kombination von am nachhaltigen Kapitalmarkt bewährten Anlagestrategien:
 

  • Über Ausschlusskriterien werden Emittenten und Projekte von der Kapitalanlage ausgeschlossen, die in fundamentaler Weise gegen unsere Ziele verstoßen oder bei denen Defizite im Umgang mit klima- und nachhaltigkeitsbezogenen Herausforderungen zu Risiken für die Werthaltigkeit und Wertentwicklung der Kapitalanlagen führen. Die Ausschlusskriterien betreffen dabei sowohl Unternehmen als auch Staaten.
     
    Der Stifterverband hat eine Reihe von Branchen/Geschäftsmodellen identifiziert, die unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit generell oder bei Überschreiten einer definierten Umsatzschwelle (in der Regel maximal zulässige Umsatzanteile zwischen 0 und 10 Prozent) nicht investierbar sind. Diese individuellen Unternehmensausschlüsse beziehen sich nur auf Produzenten und Zulieferer folgender Produkte (Auswahl):
     

    • Alkohol
    • Fracking
    • Gentechnik (kontrovers)
    • Glückspiel: profitorientierte Glücksspielunternehmen (betrifft nicht Soziallotterien und vergleichbare Angebote)
    • Kernenergie
    • Kohle-Förderung
    • Kohle-Verstromung
    • Militär/Rüstung
    • Pornographie
    • Tabak
    • Teersand
    • Tierversuche (kontrovers)

     
    Auf der Rentenseite haben zwei Abkommen Relevanz. Der "Freedom House-Index" beleuchtet politische Rechte und bürgerliche Freiheiten, während der von Transparency International aufgelegte "Corruption Perception-Index" das Thema Korruption aufgreift. Staaten, die unterdurchschnittliche Bewertungen (Scores) aufweisen, werden ausgeschlossen.
     

  • Im Rahmen eines Positivansatzes wird bevorzugt in Unternehmen investiert, die bereits einen hohen Standard im Umgang mit den nachhaltigkeitsbezogenen Herausforderungen erreicht (Best-in-Class-Ansatz) oder hierbei in den vergangenen Jahren besonders große Fortschritte gemacht haben.
     
  • Schließlich ermutigt der Stifterverband die mandatierten Asset Manager dazu, ihren Einfluss auf die Unternehmen, in deren Aktien und Anleihen sie investieren, zu nutzen, um im direkten Dialog mit den Unternehmen sowie über ihr Abstimmungsverhalten auf den Hauptversammlungen direkten Einfluss die Nachhaltigkeitsqualität der Unternehmensführung zu nehmen.

 
Die Umsetzung und Einhaltung der Nachhaltigkeitsstrategie wird auf Ebene der Kapitalverwaltungsgesellschaften überwacht und regelmäßig an uns berichtet.

Die durch den Stifterverband festgelegten ESG-Kriterien definieren den nachhaltigkeitsbezogenen Mindeststandard, der durch die mandatierten Asset Manager grundsätzlich eingehalten werden soll. Abweichungen von diesem Standard im Sinne einer temporären oder dauerhaften Nichterfüllung sind nur in begründeten Einzelfällen und in Absprache möglich. Weitergehende ESG-Vorgaben können durch die Asset Manager umgesetzt werden, sofern davon positive, zumindest aber keine negativen Auswirkungen auf den Anlageerfolg ausgehen, und die Vorgaben mit unseren nachhaltigkeitsbezogenen Zielen vereinbar sind.

 

Illiquide Kapitalanlage

Im Bereich der illiquiden Kapitalanlage sind für die Spezialfonds in erster Linie Immobilien-Publikumsfonds relevant. Da die für die liquiden Kapitalanlagen definierten ESG-Kriterien auf diese Fonds nicht angewendet werden können, hat der Stifterverband für diese Anlageklasse eigene ESG-Kriterien definiert. Danach sind Immobilienfonds dann für die Kapitalanlage der Spezialfonds geeignet, wenn sie auf Basis der aktuellen Gesetzgebung, insbesondere der Offenlegungsverordnung, als nachhaltige Fonds klassifiziert sind.
 
 

 

Mehr Informationen finden Sie in unserem Factsheet 
zum Download und per Nachfrage via Mail an: 
vermoegensmanagement@stifterverband.de

Meldepflichten für Wertpapiergeschäfte

Institutionelle Investoren (zum Beispiel auch gemeinnützige Stiftungen) müssen, wenn sie Wertpapiergeschäfte tätigen, über einen gültigen Legal Entity Identifier – kurz LEI – verfügen. Das Deutsche Stiftungszentrum hat für alle seine LEI-pflichtigen Kunden die Beantragung des LEI übernommen.
Mehr Info

 

Kontakt

Sie sind an unseren Dienstleistungen interessiert oder haben Fragen zum Thema Vermögensmanagement für Stiftungen?

Volker Malcharek (Foto: Sven Lorenz)
Volker Malcharek

ist Key Account Manager Vermögensmanagement/Anlagestrategie
im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-132