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Stiftungstypologie: Selbstständige oder treuhänderische Stiftung

Gemeinnütziges Tun kann in verschiedenen Rechtsformen stattfinden. Es werden insbesondere die rechtsfähige und die nichtrechtsfähige Stiftung, voneinander unterschieden.

Ist der Stifterwille gereift, stellt sich die Frage nach der rechtlichen Form. Hier werden die rechtsfähige und die nichtrechtsfähige, auch treuhänderische Stiftung unterschieden. Je nachdem, welche mittel- und langfristigen Ziele die Stiftung verfolgt, kann sich die eine oder andere Rechtsform anbieten.

Rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts

Bei der rechtsfähigen Stiftung bürgerlichen Rechts handelt es sich um eine eigenständige Rechtsperson mit eigenen Organen (Vorstand, Kuratorium). Sie eröffnet dadurch insbesondere operativen Stiftungen große Handlungsspielräume. Allerdings unterliegt sie auch der behördlichen Aufsicht. Diese garantiert zwar, dass der Stifterwille dauerhaft erfüllt wird, jedoch kann die Beaufsichtigung zu Lebzeiten der Stifterin, des Stifters auch als hemmend erfahren werden – vor allem dann, wenn der Stifter die Erfahrungen aus den ersten Förderjahren für Satzungsänderungen nutzen will.

Rechtsfähigen Stiftungen bietet das DSZ nach einem flexiblen Baukasten-Prinzip das gesamte Spektrum an Dienstleistungen, sowohl in der Aufbauphase als auch anschließend beim Stiftungsmanagement.

Treuhänderische Stiftung

Die Treuhandstiftung (auch unselbstständige, nichtrechtsfähige oder fiduziarische Stiftung genannt) bietet eine interessante Alternative zur rechtsfähigen Stiftungen, denn sie lässt sich schnell und unkompliziert ins Leben rufen, da sie keiner staatlichen Anerkennung bedarf. Diese Stiftungsform setzt natürlich einen vertrauensvollen und kompetenten Treuhänder voraus, der das Stiftungskapital sorgfältig verwaltet und die Geschäfte im Sinne des Stifters führt.

Eine treuhänderische Stiftung bietet sich auch immer dann an, wenn der Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten werden soll – etwa weil die Stiftung überwiegend fördernd tätig ist. Eine nichtrechtsfähige Stiftung eignet sich überdies auch als Einstieg, um Erfahrungen zu sammeln und gegebenenfalls später die Stiftung in eine rechtsfähige Form zu überführen.

Als Verwalter von mehr als 650 Stiftungen verfügt das DSZ über das notwendige Know-how in der effizienten, individuellen Betreuung.

Neben der Rechtsform der Stiftung gibt es weitere Rechtsformen, in denen stifterisches Engagement realisiert werden kann. Hierzu zählen vor allem die so genannten Ersatzformen der Stiftung: der Stiftungsverein, die Stiftungs-GmbH und in zunehmenden Maße auch die Stiftungs-AG.

Kontakt

Sie haben Fragen zum Thema Stiften? Unsere Experten beraten Sie gerne.

Als zentrale Ansprechpartnerinnen stehen Ihnen gerne die folgenden Kolleginnen zur Verfügung. Sie nehmen Ihre Anfrage auf – der für Ihr Anliegen richtige Ansprechpartner meldet sich dann in Kürze bei Ihnen!

Anja Olschewski

ist Assistentin der Geschäftsleitung im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-148
F 0201 8401-255

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Florina Thiel

ist Assistentin der Geschäftsleitung im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-168
F 0201 8401-255

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Sabine Wohlmann

ist Assistentin der Geschäftsleitung im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-126
F 0201 8401-255

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Die Publikation „Stiften – Ein Leitfaden“ beinhaltet Basiswissen und Hintergründe rund um das Errichten einer Stiftung. Aus der Inhaltsübersicht:

  • Was ist eine Stiftung? Wofür stiften?
  • Wer stiftet? Wann stiften?
  • Stiftungstypen
  • Steuerbegünstigungen
  • Stiftungsverwalter und Stiftungsmanagement
  • Wie errichte ich eine treuhänderische Stiftung?
  • Errichtung einer rechtsfähigen Stiftung
  • Testamentarische Errichtung einer Stiftung

Sie können die Publikation hier kostenlos bestellen:

Deutsches Stiftungszentrum GmbH
Barkhovenallee 1
45239 Essen

T 0201 8401-148
F 0201 8401-255
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Faktencheck

Wussten Sie schon?

  • Im Jahr 2016 gab es in Deutschland 21.806 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts.
  • Pro Jahr werden rund 700 neue rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts errichtet
  • Die Stifter von Treuhandstiftungen mit einem Kapital über 50.000 Euro unterscheiden sich kaum von denen rechtsfähiger Stiftungen bürgerlichen Rechts. Sie wählen die Rechtsform der Treuhandstiftung vor allem, weil sie damit von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und der Treuhänder fachliche Expertise einbringt

Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen (Stiftungen in Zahlen 2016, Stifterstudie 2015)