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Trauer um den Stifter Christian Schwarz-Schilling

Trauer um den Stifter Christian Schwarz-Schilling

Christian Schwarz-Schilling (* 19. November 1930 in Innsbruck; † 6. April 2026 in Büdingen) war ein deutscher Politiker (CDU) und Unternehmer.
 

8. April 2026

Nach dem Abitur in Berlin studierte Schwarz-Schilling an der Universität München Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaften und Geschichte. 1956 promovierte er, bevor er eine Banklehre in Hamburg begann.

Seine politische Karriere begann in Hessen, wo er 1966 in den Landtag gewählt wurde. Zehn Jahre später wechselte er in den Bundestag, dessen Mitglied er bis 2002 blieb. Kanzler Helmut Kohl (CDU) machte ihn 1982 zum Minister für Post und Telekommunikation. In dieser Funktion war er unter anderem für die Trennung von Post, Postbank und Telekom verantwortlich. Zudem forcierte er die Einführung des Kabelfernsehens.

Nach Beginn des Bosnienkriegs 1992 trat er aus Protest gegen die diesbezügliche Politik von Helmut Kohl zurück und setzte sich fortan für die Menschenrechte in Bosnien und Herzegowina ein. In den Jahren 2006 und 2007 war er 17 Monate lang der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina und damit verantwortlich für die Überwachung des Friedensabkommens von Dayton. Als Unternehmer leitete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Marie-Luise Schwarz-Schilling lange die Accumulatorenfabrik Sonnenschein.

Im Jahr 2003 gründete er die Schwarz-Schilling-Stiftung, um seiner bereits langjährigen Arbeit für Völkerverständigung und zivilgesellschaftlichen Aufbau in zahlreichen Regionen der Welt einen geeigneten Rahmen zu geben. Bis zu seinem Tod war er Vorsitzender des Stiftungsrates.

Christian Schwarz-Schilling verstarb am Ostermontag 2026. Das Deutsche Stiftungszentrum und der Stifterverband danken ihm für sein beispielhaftes Engagement und gedenken seiner mit großer Achtung und Wertschätzung. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.