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Wasser-Ressourcenpreis der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung geht an Prof. Dr. Florian Leese

20.06.2018

Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen wird ausgezeichnet – Förderpreis ist mit 100.000 Euro dotiert

Foto: V. Unkovic

Der Preisträger des Wasser-Ressourcenpreises 2018 steht fest:
Professor Florian Leese von der Universität Duisburg-Essen wird für seine Arbeiten im Bereich der aquatischen Ökosystemforschung ausgezeichnet. Mit der Etablierung molekularbiologischer Technologien für die Bewertung von Gewässerqualität hat Leese Pionierarbeit geleistet.

Das Kuratorium der Stiftung wählte ihn auf Empfehlung seiner beratenden Jury (Prof. Dr. Peter Krebs, TU Dresden; Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Leuphana Universität Lüneburg; Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie; Prof. Dr. Peter Haase, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) aus zahlreichen Bewerbungen aus.

Der Preis der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung ist mit 100.000 Euro dotiert und wird am 3. Juli 2018 im Rahmen der 9. Water Research Horizon Conference in Dresden verliehen.

Der Preis
Der Konkurrenzkampf um die immer knapper werdende Ressource Wasser wird die globale Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten prägen. Die Hauptgründe sind Bevölkerungswachstum, Klimawandel und nicht nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. Bereits heute lebt etwa ein Drittel der Weltbevölkerung unter Bedingungen, die durch mittleren bis starken Wassermangel gekennzeichnet sind. Mit ihrem Preis zeichnet die Bode-Stiftung Forscherpersönlichkeiten aus, die in der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft in interdisziplinärer, praxisorientierter Forschungsarbeit herausragende Strategien und Konzepte für eine nachhaltige Nutzung der globalen Wasserressourcen entwickeln.
 

Der Preisträger
Florian Leese (geb. 1978) ist seit 2015 Leiter des Fachgebiets Aquatische Ökosystemforschung an der Universität Duisburg-Essen. Er studierte Biologie in Marburg und Bochum. Am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung promovierte er über die Entstehung, Ausbreitung und Anpassung von Meerestieren in Antarktis und Subantarktis. Es folgte eine Tätigkeit an der Ruhr-Universität Bochum, wo Leese am Lehrstuhl für Evolutionsökologie eine eigene Nachwuchsforschungsgruppe "GeneStream" aufbaute. Mit seiner Gruppe entwickelte Leese moderne genetische Verfahren, um in Wasserproben Veränderungen der Biodiversität schnell und zuverlässig registrieren zu können: "Schwerpunkt ist zu verstehen und zu erfassen, wie Umweltstress auf Gewässerökosysteme wirkt", erläutert er seinen Ansatz. Im Juli 2015, im Alter von 36 Jahren, wurde Florian Leese an die Universität Duisburg-Essen berufen. Hier zeigt er, dass er nicht nur ein exzellenter Wasserforscher ist, sondern auch ein ausgesprochen engagierter Lehrer.

"Es ist mir wichtig, an der Ausbildung einer neuen Forschergeneration mitzuwirken und sie für ein Zukunftsthema zu begeistern", beschreibt er eine weitere Facette seines Engagements. Im Rahmen seiner Forschung beschränkt Florian Leese seinen Blick nicht ausschließlich auf die Wissenschaft. "Ich erhoffe mir präzisere Informationen für Entscheidungsträger, um harte Fakten zum Verlust biologischer Vielfalt und Funktion zu erhalten und viel gezieltere Maßnahmen dagegen treffen zu können", beschreibt er sein Selbstverständnis als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis.

Mit der Preisvergabe an Florian Leese würdigt die Stiftung einen jungen, visionären Wissenschaftler, dessen Forschungsgebiet angesichts der zunehmenden Verschmutzung von Seen, Flüssen und dem Grundwasser höchste Aktualität und Relevanz besitzt und der sich durch wissenschaftliche Aufgeschlossenheit, Ideenreichtum, Teamgeist und Weitsicht auszeichnet.
 

Foto: V. Unkovic

Ein druckfähiges Bild des Preisträgers Florian Leese steht Print- und elektronischen Medien in Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Wasser-Ressourcenpreis kostenfrei zur Verfügung.

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Die Preisverleihung findet am 3. Juli 2018 in der Zeit von 16:45 Uhr bis 17:30 Uhr im Rahmen der 9. Water Research Horizon Conference im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (Lingnerplatz 1, 01069 Dresden) statt. Die Konferenz wird von der Water Science Alliance durchgeführt. Diese ist eine Plattform zur Stärkung der interdisziplinären Wasserforschung in Deutschland, in deren Fokus die Synergiebildung zwischen deren Kompetenzträgern, die Entwicklung innovativer Forschungsideen und die Förderung junger Wissenschaftler stehen.

Die Veranstaltung ist presseöffentlich. Pressevertreter melden sich bitte per Mail zur Veranstaltung beio Jörg Seegert an:
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Die Rüdiger Kurt Bode-Stiftung im Stifterverband wurde 2009 vom Hamburger Pharmazeuten und Unternehmer Rüdiger Bode zur Förderung der interdisziplinären Forschung auf dem Gebiet der Lebens- und Naturwissenschaften errichtet. Schwerpunkt des im Jahr 2009 aufgelegten Stiftungsprogramms ist die Vergabe des Wasser-Ressourcenpreises, der alle drei Jahre vergeben wird. Erste Preisträgerin war 2012 Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl (Universität Osnabrück), 2015 wurde Prof. Dr. Klaus Kümmerer (Leuphana Universität Lüneburg) ausgezeichnet.

Das Deutsche Stiftungszentrum (DSZ) im Stifterverband betreut derzeit über 660 rechtsfähige und nichtrechtsfähige Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von rund 3 Milliarden Euro. Für die Stiftungszwecke stehen den gemeinnützigen Stiftungen pro Jahr rund 120 Millionen Euro zur Verfügung. Seit mehr als 60 Jahren betreut das DSZ Stifter in allen Fragen rund um die Stiftungserrichtung sowie gemeinnützige und mildtätige Stiftungen bei der Verwirklichung ihrer satzungsmäßigen Zwecke.

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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F 0201 8401-255

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Ansprechpartnerin an der
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