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Trauer um Isolde Dietrich

18.01.2017

Das Deutsche Stiftungszentrum und der Stifterverband trauern um Dr. Isolde Dietrich, die Stifterin der gleichnamigen Stiftung, die am 17. Januar 2017 im Alter von 97 Jahren in München verstarb.

Isolde Dietrich war eine bedeutende Physikerin, obwohl ihr Name in der akademischen Welt nur noch wenig bekannt ist. Nahezu ihre gesamte Karriere verbrachte sie bei der Siemens AG in Berlin und München. Dort arbeitete sie mit Ernst Ruska, dem Erfinder des Elektronen(raster)mikroskops, zusammen, und entwickelte dessen Ideen in den 1960er-Jahren weiter.

Die von ihr eingeführten supraleitenden Linsen haben entscheidend dazu beigetragen, dass Elektronenmikroskope einen weltweiten Siegeszug antraten, kommerziell erfolgreich waren und die Erfindung 1986 mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

 

Die im Jahr 1993 errichtete Dr. Isolde-Dietrich-Stiftung fördert Wissenschaft und Forschung in der physikalischen Grundlagenforschung, insbesondere der Festkörperphysik. Stiftung und Stifterin lag seitdem vor allem die Förderung junger Frauen am Herzen: Mehrere Wissenschaftlerinnen haben mit Unterstützung der Stiftung erfolgreich promovieren können.

Die Stifterin verfolgte die Geschicke der Stiftung auch in den letzten Jahren noch mit großem Engagement und leitete das Stiftungskuratorium bis zu ihrem Tod. Das DSZ, der Stifterverband und alle Menschen, die sie kannten, werden Dr. Isolde Dietrich als Mensch und Stifterin stets in gutem Gedenken behalten.

 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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