Wer weniger Lust auf das Lösen von "History-Stories" hat, wird auch beim klassischen Durchgang durch die Ausstellung auf seine Kosten kommen. Gestaltet ist sie wie ein Lebensweg, bei dem man eine Reihe von Toren durchschreiten kann, auf denen die Pionierinnen dargestellt sind. So lernt man nach und nach die beeindruckenden Lebensleistungen dieser Frauen kennen, die leider allzu oft zu wenig beachtet wurden und die daher dem Vergessen anheimgefallen sind. Lebendig wird diese Ausstellung besonders durch kurze KI-generierte Audio-Files, die per Smartphone abgerufen werden können, und in der jede der Pionierinnen persönlich aus ihrem Leben berichten.
Auch wenn diese Ausstellung überwiegend in die Geschichte blickt, so wagt sie doch an ihrem Ende einen kleinen Ausblick in die Zukunft und prognostiziert unter den Besucherinnen die kommenden Pionierinnen unserer Wissenschaft. Wie gut sie das kann, dürfen die Besucherinnen und Besucher abschließend im Schwedischen Café Lagergren miteinander diskutieren. Es ist ein Revival des Cafés, in dem sich Kurt Lewin mit seinen Doktorandinnen regelmäßig am Schlossplatz in Berlin zum Kolloquium traf und in dem eine Reihe bahnbrechender Experimente entworfen wurden.