Neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz, Parkinson, Huntington oder Multiple Sklerose zählen zu den größten medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Ihre hochkomplexen Ursachen, Mechanismen und Therapiemöglichkeiten in der öffentlichen Wahrnehmung zu thematisieren, ist Voraussetzung für informierten Diskurs in der Gesellschaft, der perspektivisch zu Lösungsansätzen beiträgt. Die Walter und Ilse Rose-Stiftung vergibt daher den Wissenschaftskommunikationspreis Neurodegeneration in Höhe von 3.000 Euro.
Der Preis möchte herausragende Beiträge auszeichnen oder ermöglichen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse rund um den Themenkomplex Neurodegeneration verständlich, differenziert und zielgruppengerecht vermitteln.
Mögliche Themen sind (epi-)genetische, molekular- und zellbiologischen Mechanismen, externe Einflussfaktoren auf den Erkrankungsverlauf wie Umweltschadstoffe, Stress, Ernährung, Alterungsprozesse oder soziobiologische Aspekte, aber auch Perspektiven von und für Betroffene sowie Ansätze für Therapien und die Verbesserung der Lebensqualität.
Gefördert werden kreative Kommunikationsprojekte, die evidenzbasierte Grundlagen und neue Erkenntnisse im Bereich Neurodegenerative Erkrankungen medienwirksam vermitteln, zum Beispiel durch
- Texte, Reportagen oder Blogformate
- Videos, Animationen oder Kurzfilme
- Infografiken, Cartoons oder Comics
- Webformate, Podcasts oder Social-Media-Kampagnen
- Interaktive Formate, die in geeigneter Weise dokumentiert werden (zum Beispiel Workshops, Schul-/Hochschulkurse, Netzwerktreffen)
Die Formate sollen dabei nicht nur informieren, sondern auch sensibilisieren, Orientierung bieten und den gesellschaftlichen Dialog über Ursachen, Prävention und Umgang mit neurodegenerativen Erkrankungen stärken. Das Preisgeld kann bereits erstellte Formate auszeichnen oder für künftige Vorhaben eingesetzt werden.
Antragsberechtigt sind Personen oder Teams aus Wissenschaft, Wissenschaftsjournalismus, Bildung oder angrenzenden gemeinnützigen Bereichen. Besonders begrüßt werden Projektanträge, die neue Denkansätze vermitteln, breitere Zielgruppen außerhalb der Fachöffentlichkeit erreichen oder bisher wenig genutzte Kommunikationswege erschließen. Sowohl Eigenbewerbungen als auch Vorschläge Dritter sind möglich.
Aussagekräftige Projektbeschreibungen (maximal fünf Seiten plus CV) als ein einzelnes PDF-Dokument nimmt die Walter und Ilse Rose-Stiftung per E-Mail an lara.straatmann@stifterverband.de bis zum 31. Juli 2026 entgegen.