In Ergänzung des Schnaubelt-Post-Doc- und Habilitationsprogramms werden die Fördermittel in Höhe von drei Millionen Euro für die Errichtung einer Stiftungsprofessur mit der dazugehörigen Arbeitsgruppe über einen Zeitraum von acht Jahren zur Verfügung gestellt. Die aufnehmenden Universitäten sollen elementare Eigenleistungen erbringen.
Antragsberechtigt sind:
- Universitäten, die einen neuen Forschungsschwerpunkt Komplementäre und Integrative Medizin (KIM) implementieren möchten (Fördermöglichkeit I)
- berufungsfähige WissenschaftlerInnen und Wissenschaftler aus der Medizin und den Life Sciences, die sich durch exzellente wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet haben und in enger Kooperation mit den aufnehmenden Universitäten ein tragfähiges Konzept entwickeln (Fördermöglichkeit II)
Die Carstens-Stiftung stellt neben den Personalmitteln für die Stiftungsprofessur Mittel zur Etablierung einer eigenen Arbeitsgruppe zur Verfügung. Im Förderzeitraum sollen innovative und richtungsweisende Forschungsvorhaben zur Prävention chronischer Krankheiten und zum Nutzen chronisch erkrankter PatientInnen und Patienten realisiert werden. Die Stiftung erwartet von der aufnehmenden Hochschule durch die Aufnahme der Schnaubelt-Stiftungsprofessur und Arbeitsgruppe eine nachhaltige strukturelle Stärkung der Komplementären und Integrativen Medizin. Die aufnehmende Einrichtung muss darlegen, wie Stiftungsprofessur und Arbeitsgruppe eingegliedert werden sollen und ihre Unterstützung verbindlich zusagen.
Darüber hinaus wird ein Konzept erwartet, wie die Professur nach Ablauf der Förderung verstetigt werden kann. Insbesondere legt die Stiftung Wert auf ein integriertes Nachwuchsförderungskonzept und stellt ggfls. hierzu weitere Mittel für Stipendien bereit.
Entscheidend für die Beurteilung der eingereichten Konzeptskizzen und Anträge sind:
- wissenschaftliches Profil und Exzellenz der Antragsteller
- Innovationspotential der Forschungsvorhaben
- Mehrwert der Schnaubelt-Gruppe für aufnehmende Hochschule und Universitätsklinik
Die Konzeptskizzen sind per E-Mail an foerderung@carstens-stiftung.de in einer PDF-Datei ohne Passwortschutz bzw. ohne Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich Lesen, Kopieren und Drucken bis zum 14. September 2026 bei der Karl und Veronica Carstens-Stiftung einzureichen.
Alois Schnaubelt (1923-2016) war Wirtschaftsprüfer aus München und lange Jahre als Berater und Leiter Rechnungswesen für die Firma Weishaupt in Schwendi tätig. Er verkörperte das, was man einen ehrbaren Kaufmann nennt. Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung ist seine Erbin.