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Trauer um Gerhard Schöne

24.08.2022

Das Deutsche Stiftungszentrum und der Stifterverband trauern um Gerhard Schöne, der am 15. August 2022 im Alter von 92 Jahren verstorben ist.

Gerhard Schöne

Gerhard Schöne war als Chemieingenieur an der TU Clausthal viele Jahre in der Wissenschaft und in der Lehre tätig, bei der ihm ganz besonders die Ausbildung der Studierenden am Herzen lag. Und Gerhard Schöne war ein Unternehmer, der ein international tätiges Ingenieurbüro in der Anlagentechnik über zehn Jahre erfolgreich führte und vertrat.

Vor allem war Gerhard Schöne aber ein Mensch, der die Freiheit liebte. Geboren in Berlin-Pankow und aufgewachsen in der Nazi-Diktatur, erlebte er in Berlin die Schrecken der SED-Herrschaft am eigenen Leibe: Nach dem 17. Juni 1953 litt er acht Jahre unter erniedrigenden Haftbedingungen in einem Stasi-Gefängnis, bevor er und seine Frau Rita von der Bundesrepublik freigekauft wurden.

Freiheit war für Gerhard Schöne die Freiheit zu denken, zu handeln und zu reisen. Die persönliche Freiheit genoss Gerhard Schöne auch nach dem Tod seiner Frau im Jahr 2017 in vollen Zügen. Im Alter von 90 Jahren kaufte er sich ein Wohnmobil. Noch kurz vor seinem Tod ist er mit diesem bis ans Nordkap und nach Kroatien gefahren.

Aus dem Wunsch, auch anderen Freiheiten zu ermöglichen, haben er und seine Ehefrau im Jahr 2007 die Familie Schöne Stiftung gegründet. Das Ziel der Stiftung ist es, jungen Studierenden der Ingenieurwissenschaften die Möglichkeit zu geben, sich ihrem Studium mit Leidenschaft und Interesse zu widmen, ohne auf ökonomische Zwänge Rücksicht nehmen zu müssen.

Das Deutsche Stiftungszentrum und der Stifterverband werden die Familie Schöne Stiftung im Sinne von und in ehrendem Gedenken an Gerhard und Rita Schöne weiterführen.