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Wissenschaftspreis Bürokratie ausgeschrieben

21.06.2022

Die Stiftung Wissenschaftspreis Bürokratie im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Institut der deutschen Wirtschaft schreiben zum fünften Mal den "Wissenschaftspreis Bürokratie" für wissenschaftliche Forschung zur Funktionsweise und Wirkung von Bürokratien in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aus.

Der Preis soll die Wissenschaft anregen, sich mit der Arbeitsweise und der Ent-wicklungsdynamik von Bürokratien zu beschäftigen, auch mit der Wirkung von Bürokratien auf die Betroffenen und das Gemeinwesen.

Stifter dieses Preises ist Prof. Dr. habil. Fritz Hellwig, Gründungsdirektor des Instituts der deutschen Wirtschaft. Der Stifter war sich der Bedeutung der Funktionsfähigkeit der Verwaltung für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat bewusst, verfolgte aber die Tendenz von Bürokratien zur Kompetenzausweitung und die damit verbundene Tendenz zur Erosion von Freiheits- und Gestaltungsspielräumen mit Sorge. Durch die "Überwucherung des Marktgeschehens mit Regulierungs- und Verwaltungsvorschriften" sah er die Marktwirtschaft auf dem Weg zu einer "dezentralen Verwaltungswirtschaft". Es war ihm daher wichtig, dass das Wirken von Bürokratien besser verstanden wird, sodass ihre positive Funktion gestärkt und den negativen Wirkungen besser entgegengewirkt werden kann.

Dieser Wissenschaftspreis wurde im November 2021 zum vierten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden zwei Arbeiten: Eine empirische Untersuchung beschäftigt sich mit den Kosten, die durch die Doppelung von identischen Berichtspflichten von Unternehmen für statistische und steuerliche Zwecke verursacht werden; die andere Arbeit untersucht Management von Open-Innovation-Netzwerken, wie sie seit einiger Zeit in den letzten Jahren im kommunalen Umfeld verstärkt eingesetzt wurden.

Foto: Pixabay

Der mit 5.000 Euro dotierte "Wissenschaftspreis Bürokratie" wird für wissenschaftlich fundierte Monografien und Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften vergeben, die in den vergangenen drei Jahren erschienen sein müssen. Sammelbände können nicht prämiert werden, wohl aber Einzelbeiträge darin. Der Preis kann geteilt werden. Die Preisträgerin oder der Preisträger werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt, der Prof. Martin Hellwig, Ph. D., Prof. Dr. Michael Hüther, Dr. Gabriele C. Klug, Prof. Dr. Oliver Lepsius und Prof. Dr. Wolfgang Seibel angehören. Die Geschäftsführung wird vom Institut der deutschen Wirtschaft wahrgenommen.

Die Preisverleihung findet im Herbst 2023 statt. Einsendeschluss ist der 31. März 2023. Einzureichen sind jeweils drei Exemplare der Publikation, eine elektronische Version und ein maximal fünfseitiges Executive Summary, das die wesentlichen Inhalte der Studie zusammenfasst. Das Eigentum an den eingereichten Unterlagen geht auf das Institut der deutschen Wirtschaft über. Die Urheberrechte bleiben unberührt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Interessenten wenden sich bitte an das 
Institut der deutschen Wirtschaft
Prof. Dr. Hubertus Bardt
Postfach 10 19 42
50459 Köln
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