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Carstens-Stiftung schreibt Forschungs­plattform Demenz 2.0 aus

02.07.2020

Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung stellt im Rahmen ihrer Initiative Fördermittel bereit, um Forschung zur primären Prävention neurodegenerativer und vaskulärer Demenzerkrankungen sowie zu pharmakologischen und nicht-pharmakologischen Therapieverfahren zu ermöglichen.

Aufbauend auf den Erkenntnissen aus der ersten Phase des Förderprogramms sollen erfolgreiche Forschungslinien weitergeführt und innovative, wissenschaftlich fundierte Ansätze auf den Weg gebracht werden.

Weltweit leiden etwa 50 Millionen Menschen an Demenz, Tendenz steigend. Daher müssen Risikofaktoren minimiert, Präventionsmaßnahmen ergriffen und Therapiemöglichkeiten optimiert werden. Die wissenschaftliche Erkenntnislage ist unbefriedigend, insbesondere hinsichtlich komplementärmedizinischer Verfahren, die zwar häufig angewendet, aber kaum beforscht werden.

Die Forschungsplattform Demenz 2.0 soll dabei helfen, neue Ansätze für die Prävention und Therapie von Demenzerkrankungen zu generieren. Die Carstens-Stiftung stellt 300.000 Euro über einen Gesamtförderzeitraum von bis zu drei Jahren zur Verfügung. Sowohl Projekte im Bereich der klinischen Forschung als auch klinisch relevante Grundlagenforschung sind förderfähig.

Exemplarische Forschungsfragen sind:

  • Was kann der Einzelne tun, um sein Erkrankungsrisiko zu reduzieren?
  • Was sind veränderbare Risiko- und Schutzfaktoren?
  • Welchen Beitrag können nicht-medikamentöse Interventionen (zum Beispiel Mind-Body-Medizin, Gedächtnistraining, Meditation) sowie pharmakologische Therapieansätze der Komplementärmedizin leisten?

Die eingereichten Projekte sollten Modellcharakter im Hinblick auf die Beantwortung dieser Fragen und ein möglichst hohes Innovationspotenzial bieten.

Antragsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ausgewiesener Expertise in der Demenzforschung, die an universitären oder außeruniversitären gemeinnützigen Forschungsinstituten in Deutschland tätig sind. Eine interdisziplinäre Ausrichtung sowie Interesse an komplementärmedizinischen Verfahren werden vorausgesetzt und sollten sich im beantragten Projekt widerspiegeln. Die Stiftung übernimmt keine Overheadkosten (indirekte Kosten, die nicht einem einzelnen Bereich zugeordnet werden können). Eingehende Anträge werden extern begutachtet.

Die begutachtungsfähigen Anträge sind in siebenfacher Ausfertigung als Ausdruck und zudem per E-Mail komplett als PDF-Datei ohne Passwortschutz bzw. ohne Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich Lesen, Kopieren und Drucken bis zum 15. September 2020 einzureichen an:

Karl und Veronica Carstens-Stiftung
Dr. Jens Behnke
Programmleitung Integrative Medizin
T 0201-5630513
E-Mail senden

Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung aus Essen setzt sich seit 1982 für die Verankerung von Naturheilkunde und Homöopathie in der Medizin ein. Hauptaufgaben sind die Förderung wissenschaftlicher Forschung und des medizinischen Nachwuchses sowie die fundierte Aufklärung über Anwendung und Nutzen der Komplementärmedizin.