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Mehr Solidarität mit dem gemeinnützigen Sektor

21.04.2020

Auch die Arbeit der 600.000 gemeinnützigen Organisationen und der 30 Millionen Engagierten ist systemrelevant.

In einem offenen Brief appelliert neben dem Bundesverband Deutscher Stiftungen und dem Stifterverband eine breite Allianz von gemeinnützigen Dachverbänden und Organisationen an die Politik, die wichtigsten Helfer für den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht im Stich zu lassen: die über 600.000 gemeinnützigen Organisationen und mehr als 30 Millionen engagierten Menschen.

Der Bundesverband und der Stifterverband fordern gemeinsam mit anderen gemeinnützigen Dachverbänden, Organisationen, Experten und Wissenschaftlern in einem offenen Brief die Politik zu mehr Solidarität mit dem gemeinnützigen Sektor auf. "Auch freiwilliges Engagement ist systemrelevant und braucht unbedingt Unterstützung, um dauerhafte und strukturelle Brüche zu verhindern und die Vielfalt des Sektors zu erhalten", sagt Marie-Alix Ebner von Eschenbach, Mitglied der Geschäftsleitung im Bundesverband Deutscher Stiftungen. "Neben der Unterstützung der Wirtschaft und dem Erhalt von Arbeitsplätzen brauchen auch die über 600.000 gemeinnützigen Organisationen Zugang zu dem Schutzfonds."
 

Gemeinnützige Sektor braucht mehr als Verwaltungsregelungen 

Die vom Bundesministerium für Finanzen erlassenen Verwaltungsregelungen können nur ein erster Schritt sein. Darüber hinaus sind weitere rechtliche Anpassungen notwendig. Nachdem das Finanzministerium die Möglichkeit im Gemeinnützigkeitsrecht eröffnet hat, dass gemeinnützige Organisationen ohne Satzungsänderungen Corona-Hilfe leisten können, bedarf es auch entsprechender Regelungen im Stiftungsrecht. Nur so können Stiftungen aktiv und effektiv Corona-Hilfe leisten. Darüber hinaus sind Anpassungen von Förderrichtlinien der öffentlichen Hand sowie Regelungen, die grenzüberschreitende Corona-Hilfe ermöglichen, dringend notwendig.
 

Gemeinützige Sektor braucht Anschluss

Auch müssen Digitalisierungsmaßnahmen im Dritten Sektor dringend gefördert werden. Die Kontakteinschränkungen machen sich auch im Rahmen des bürgerschafltichen Engagements schmerzhaft bemerkbar – in einem Bereich, der gerade vom sozialen Miteinander und Kontakten lebt. "Wir brauchen daher rasch und unbürokratisch finanzielle Mittel, um die Digitalisierung schnellstmöglichst zu fördern. Und nicht zuletzt müssen wir aus der aktuellen Krise lernen, welche Auswirkungen die Pandemie auf den Gemeinnützigkeitssektor hat und diese im Rahmen von Studien und Forschung nachhalten, um daraus zielgerichtete Maßnahmen für die Zukunft ableiten zu können", sagt Erich Steinsdörfer, Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsleitung des Deutschen Stiftungszentrums im Stifterverband.

Den offenen Brief haben neben dem Bundesverband und dem Stifterverband unterzeichnet: Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) e.V., Deutscher Bundesjugendring, Deutscher Kulturrat, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Olympischer Sportbund, Deutscher Spendenrat e.V., VENRO – Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen, Deutscher Fundraising Verband, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, ZiviZ im Stifterverband, Allianz "Rechtssicherheit für politische Willensbildung" e.V., Prof. Dr. Birgit Weitemeyer vom Institut für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organsiationen an der Bucerius Law School und Dr. Holger Backhaus-Maul der Martin-Luther Universtität Halle-Wittenberg.

 

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen vertritt die Interessen der Stiftungen in Deutschland. Er hat mehr als 4.500 Mitglieder. Über Stiftungsverwaltungen sind ihm 8.400 Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden. Damit sind rund drei Viertel des deutschen Stiftungsvermögens im Bundesverband Deutscher Stiftungen organisiert. Der größte und älteste Stiftungsverband in Europa ist das anerkannt führende Kompetenzzentrum für Stiftungen.

Der Stifterverband ist die Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, die als einzige ganzheitlich in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert. Er ist zugleich Förderer des Stiftungswesens und Treuhänder privater Stiftungen. Seine Kompetenz rund um das Stiftungswesen hat der Stifterverband in seiner Tochter, dem Deutschen Stiftungszentrum (DSZ), gebündelt.

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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Dr. Mario Schulz

ist Leiter Themenmanagement im Bundesverband Deutscher Stiftungen.

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