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Ein Ohrsensor, der in Corona-Zeiten Leben rettet

20.04.2020

Die Gerlind und Ernst Denert-Stiftung fördert mit 50.000 Euro eine Studie an der TU München, die mit ihren Ergebnissen dazu beitragen möchte, die Überlebenschancen von älteren Covid-19-Patienten zu steigern.

In Zeiten von Corona werden Durchseuchungsraten, Impfstoffe und antivirale Therapien viel diskutiert. Aber es gibt im Rahmen der Covid-19-Pandemie noch eine ganze Reihe weiterer medizinischer Fragen, die erforscht werden wollen und müssen. Professor Georg Schmidt von der Technischen Universität München hat eine groß angelegte, kontrollierte Interventionsstudie aufgesetzt, die die Effektivität einer neuen Maßnahme zur Überwachung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten überprüfen soll.

Über 1.000 ältere Patientinnen und Patienten erhalten einen Ohrsensor, der kontinuierlich ihre Vitalparameter misst und diese an eine Überwachungsstelle meldet. Sollten sich die Werte verschlechtern, wird die Einweisung in ein Krankenhaus veranlasst. Da die Überlebenschance von Covid-19-Patienten wesentlich vom Allgemeinzustand bei Einweisung abhängt, hofft man, die Letalität von acht Prozent auf fünf Prozent senken zu können.

Gefördert wird diese Studie unter anderem mit 50.000 Euro von der Gerlind und Ernst Denert-Stiftung. Mit ihrer Unterstützung fördert die Stiftung nicht nur aktuelle Forschung, sondern beweist zugleich, dass Entscheidungen in der Zivilgesellschaft wesentlich schneller getroffen werden (können) als im behördlichen Umfeld. Von der Antragstellung über die Begutachtung und die Förderentscheidung bis zur Auszahlung der Mittel vergingen gerade mal zwei Wochen. Das Bundesforschungsministerium hatte dagegen angekündigt, sich mit einem Antrag erst im Sommer beschäftigen zu können.

 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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