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Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preis für Titus Neupert

21.11.2019

Mit dem Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preis werden junge Spitzenforscher ausgezeichnet. Die Ehrung wird im Rahmen einer Kooperation zwischen der Otto-Klung-Stiftung an der Freien Universität Berlin und der Dr.-Wilhelmy-Stiftung im jährlichen Wechsel an Physiker oder Chemiker vergeben.

Der Physikprofessor Titus Neupert wird mit dem Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preis 2019 ausgezeichnet. Der Forscher der Universität Zürich erhalte die Auszeichnung für seine Beiträge zur theoretischen Vorhersage neuer topologischer Materiezustände, insbesondere fraktionaler Chern-Isolatoren und topologischer Isolatoren höherer Ordnung, erklärte die Jury. Die mit 60.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am 14. November 2019 im Henry-Ford-Bau der Freien Universität verliehen. Den Einführungsvortrag hielt Prof. Dr. Roderich Moessner vom Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme, Dresden. Die Laudatio übernahm Prof. Dr. Jörg Schmalian vom Karlsruher Institut für Technologie.

Foto: Michael Fahrig/Freie Universität Berlin
Verleihung des Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preises 2019

 
Titus Neupert ist seit 2016 Professor für theoretische Festkörperphysik an der Universität Zürich. Er erforscht topologische Phasen von Materie mit analytischen und numerischen Methoden. Aufgewachsen in Dresden begann er an der dortigen Technischen Universität sein Physik-Studium, das er an der Universität Zürich im Jahr 2009 abschloss. Es folgte ein einjähriger Gastaufenthalt am RIKEN in Japan, bevor er im Jahr 2013 an der ETH Zürich promoviert wurde. In seiner Doktorarbeit, für die er maßgeblich am Paul-Scherrer-Institut forschte, beschäftigt er sich mit der Realisierung fraktionaler Quanten-Hall-Phasen in Gittermodellen. Anschließend war Titus Neupert für einen dreijährigen Postdoc-Aufenthalt am Princeton Center for Theoretical Science in den USA tätig, währenddessen er sogenannte Weyl-Semimetalle und Plattformen für topologische Quantencomputer in Supraleitern untersuchte. Zurück an der Universität Zürich begründete er dort als Professor die Arbeitsgruppe für theoretische Festkörperphysik. Im Jahr 2017 erhielt er einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrates, in dessen Rahmen unter anderem sogenannte topologische Isolatoren höherer Ordnung erforscht werden.

Fünf der bisherigen Träger des Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preises haben später den Nobelpreis erhalten – die Physiker Theodor W. Hänsch, Gerd K. Binnig, Horst L. Störmer und Johann Georg Bednorz sowie der Chemiker Hartmut Michel. Weitere Preisträger wurden mit anderen bedeutenden nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt.

 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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