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WILLMS NEUHAUS PREIS 2020 geht an Jenny Brockmann

31.10.2019

Die Preisverleihung findet am 24. Januar 2020 im Kunsthaus Dahlem, Berlin, statt.

Seit Gründung 2013 widmet sich die Willms Neuhaus Stiftung – Zufall und Gestaltung der Erforschung und differenzierten Betrachtung des Zufalls. Als bedeutendes Movens für Entwicklung, Evolution und Innovation erfordert der Zufall neue Wertschätzung, Raum und Zeit, das Zufallende in einem Freiraum wahrzunehmen und es in Dialog treten zu lassen mit rationalem, handlungsorientiertem Denken. Die Stiftung verschreibt sich der Förderung von Kunst und Wissenschaft, die zum Zufall und seinem schöpferischen Potential wesentliche Erkenntnisse und Erfahrungen beitragen können. Sie möchte fachübergreifende Diskurse initiieren, insbesondere Kunst, Natur- und Geisteswissenschaften für diese Thematik gewinnen sowie weiterführende Projekte und Kolloquien im thematischen Umfeld fördern.

In diesem Sinne vergibt die Willms Neuhaus Stiftung – Zufall und Gestaltung im Jahr 2020 den Willms Neuhaus Preis an die Berliner Künstlerin Jenny Brockmann. In ihrem herausragenden künstlerischen Werk verbindet sich ein weitreichender interdisziplinärer Diskurs mit partizipatorischer Interaktion bei umfassender künstlerischer Gestaltungsfreiheit. In aller Zielgerichtetheit ihrer weitgespannten künstlerischen Fragestellungen zu räumlich-zeitlichen und aktuell gesellschaftlichen Erfahrungen wird in ihren Werken immer auch dem Zufallenden Raum gegeben.

Der Willms Neuhaus Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird durch das Kuratorium der Willms Neuhaus Stiftung – Zufall und Gestaltung vergeben. Die Preisverleihung ist öffentlich. Die Stiftungsgründerin Dr. Agnes Neuhaus-Theil wird die Gäste begrüßen. Die Laudatio hält Heike Catherina Mertens, Geschäftsführerin von Villa Aurora und Thomas Mann Haus in Berlin bzw. Los Angeles. Die Preisverleihung wird von einer Präsentation der künstlerischen Arbeit begleitet sowie in der Schriftenreihe der Willms Neuhaus Stiftung dokumentiert.

Jenny Brockmann, geboren 1976, ist Künstlerin (UdK Berlin, Meisterschülerin von Rebecca Horn) und Architektin (TU Berlin), lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Skulpturen, partizipativen Installationen und diskursiven Projekte werden international präsentiert. In ihrem Werk verbindet die Künstlerin Jenny Brockmann eine außerordentliche Fähigkeit zur Darstellung und Vernetzung  komplexer wissenschaftlicher Zusammenhänge mit beständiger Kommunikation und individueller Aneignung. Ihre künstlerischen Erkundungen gelten den Schnittstellen zwischen Natur und Kunst, Kunst und Wissenschaft, Geistes- und Naturwissenschaft. Immer erforscht sie das Widerständige, Prozessuale, Dynamisch-Interaktive im Raum und damit auch in der Zeit. Ihre umfassenden "Wissensräume" entstehen aus fachübergreifenden Zusammenhängen und  evozieren philosophische und psychologische Fragen, die sich aus kommunikativen Prozessen immer neu stellen.

 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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