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Wie man das Elektroauto auch beim Nachbarn aufladen kann

14.05.2019

CrowdStrom ist eine skalierbare IT-Plattform, auf der Privatleute Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung stellen können. Für die Konzeption und Entwicklung dieser IT-basierten Dienstleistung erhält der Münsteraner Wirtschaftsinformatiker Dr. Friedrich Chasin den Karl Vossloh-Innovationspreis 2018.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 15. Mai 2019 auf der Promotionsfeier der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälische Wilhelms-Universität Münster verliehen.

Friedrich Chasin wurde 1985 in Jekaterinburg (Russland) geboren und erhielt seine wissenschaftliche Grundausbildung an den Universitäten in Münster und Sydney. Nach Forschungsaufenthalten in Brasilien, Südkorea und Liechtenstein wurde er an der WWU Münster zum Thema "Design and Development of a Sharing and Collaborative Consumption Service for Electric Vehicle Charging Infrastructure" promoviert.

Elektrofahrzeuge haben eine relativ geringe Reichweite. Praxistaugliche Elektromobilität erfordert deshalb ein engmaschiges Netz von Ladestationen. Vor diesem Hintergrund präsentiert der Preisträger in seiner Dissertation eine IT-basierte Dienstleistung, die auf einem Crowdsourcing-Systemkonzept basiert und die die Nutzung vieler kleiner und privater Ladepunkte ermöglicht. Dessen Einführung verspricht im Ergebnis eine erhebliche Reduzierung der Investitionskosten für den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur und zielt darauf ab, einen Beitrag für innovative Elektromobilitätskonzepte zu leisten.

Foto: Rainer Lüdtke
Preisverleihung am 15. Mai 2019

 
Vorstand und Kuratorium der Karl Vossloh-Stiftung
würdigen Dr. Chasin "für seinen maßgeblichen und wissenschaftlich fundierten Beitrag zu alternativem Konsumverhalten und für die Entwicklung eines auch für die Praxis relevanten Produkts, das die Verbreitung und Nutzung von Elektromobilität erheblich beschleunigen kann".

Die gemeinnützige Karl Vossloh-Stiftung wurde 1995 von den Geschwistern Anni und Reinhild Vossloh errichtet. In ihr bündelt die Familie Vossloh ihr gemeinwohlorientiertes Engagement. Seit Gründung wurden verschiedene Forschungsprojekte an Hochschulen mit deutlich über drei Millionen Euro unterstützt.

Der Karl Vossloh-Innovationspreis wird alle zwei Jahre verliehen. Mit diesem Innovationspreis zeichnet die Stiftung junge Wissenschaftler aus, die in ihren Dissertationen nicht nur einen Fortschritt in ihrem jeweiligen ingenieurwissenschaftlichen oder betriebswirtschaftlichen Bereich erarbeiten, sondern zugleich auch interdisziplinäre Zusammenhänge beleuchten.

 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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F 0201 8401-255

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