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Bamberger Schulbiene gewinnt Primus-Preis des Monats

14.06.2018

Warum sind Bienen für die Natur so wichtig? Eine Initiative aus Oberfranken geht dieser Frage in einem Umweltbildungsprojekt für verschiedene Schulformen nach. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft zeichnet es im Juni 2018 mit dem Primus-Preis aus.

Bienen bestäuben die Mehrzahl aller Pflanzen und sind damit für die Vielfalt der Arten auf unserer Erde unverzichtbar. Ohne Bienen würde es einen größeren Teil unserer Nahrung nicht geben. Dennoch sind sie in ihrem Bestand stark gefährdet. Der mit 1.000 Euro dotierte Primus-Preis des Monats geht an ein Projekt, das Kindern und Jugendlichen diese Zusammenhänge näherbringt und die Vermittlung dieses Umweltthemas auf unkonventionelle Weise angeht.

Angeschoben durch eine Crowdfunding-Aktion und aus Spenden finanziert, summt die "Bamberger Schulbiene" bereits seit fünf Jahren durch alle Lehreinrichtungen der nordbayerischen Stadt. Für Grund-, Haupt- oder Berufsschule hat sie passende Inhalte und Unterrichtsformen mit dabei, und dies keineswegs nur für das Biologie-Fach. So kann das Bienen-Thema auch in der Mathematik für die zehnte Klasse einer Wirtschaftsschule stattfinden oder im Ethikunterricht in einer Grundschule. An Projekttagen oder auch in einzelnen Unterrichtseinheiten geht es insbesondere um ein ganzheitliches Verständnis: Die Biene dient als anschauliches Beispiel für Naturkreisläufe, aber auch, wie die Wirtschaft funktioniert.

Foto: bienen-leben-in-bamberg.de
Foto: bienen-leben-in-bamberg.de
Foto: bienen-leben-in-bamberg.de

Das Projekt geht auf die private Initiative der beiden Imker Ilona Munique und Reinhold Burger zurück. Für die "Bamberger Schulbiene" kooperieren sie mit dem Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e.V.

Als sichtbaren Ankerpunkt haben sie auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände die „Bienen-InfoWabe“ geschaffen. Sie steht den Schulen und zu regelmäßigen Terminen auch der Bevölkerung offen. Der wabenförmige Holzbau ist umgeben von einem frei zugänglichen Bienengarten und wird seit 2016 als außerschulischer Lernort genutzt. In diesem „Klassenzimmer im Grünen“ werden die Zusammenhänge von Bienen, Honig, Imkerei und Lebensräumen als Natur-Erlebnis erfahrbar.

"Die Bamberger Schulbiene steht für vernetztes Lernen – fächerübergreifend, praxisnah, fundiert und vielfältig in der Umsetzung", begründet Birgit Ossenkopf, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft, die Entscheidung der Jury. "Auch der Ansatz, für unterschiedliche Schulformen passgenaue Angebote zuzuschneiden, ist vorbildlich."

 

Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft will damit Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Zusätzlich schreibt die Stiftung Bildung und Gesellschaft den Sonder-Primus Digital aus, um zivilgesellschaftliche Initiativen zu würdigen, die Kinder und Jugendliche auf das Leben in einer digitalen Welt vorbereiten. Aus allen von Januar bis Dezember ausgezeichneten Projekten wird der Primus des Jahres gewählt und mit insgesamt 5.000 Euro Preisgeld prämiert.

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-204
F 0201 8401-255

E-Mail senden

Ansprechpartner bei der Initiative
Bienen-leben-in-Bamberg.de:

Reinhold Burger & Ilona Munique
Obstmarkt 10
96047 Bamberg
T 0951 3094539
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