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Adel Tawil neuer Präsident der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung

01.12.2017

Das Kuratorium der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung hat am 30. November 2017 den Musiker Adel Tawil zum neuen Präsidenten berufen.

"Erst durch meinen Unfall im vergangenen Jahr ist mir die Tragweite einer Kopfverletzung bewusst geworden. 270.000 Menschen erleiden in jedem Jahr eine Schädelhirnverletzung. Mehr als 800.000 Menschen leben teils mit erheblichen Folgen – eine Zahl, die mich erschreckt. Ich bin dankbar, dass meine schwere Verletzung ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgeheilt ist", so Adel Tawil.

Im Namen des Vorstands und des Kuratoriums der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung dankt Dr. Joachim Breuer, Stiftungsvorsitzender, Adel Tawil für seine Bereitschaft, das Präsidentenamt zu übernehmen. "Sein soziales Engagement ist vielseitig. Neben der Unterstützung von Projekten zur Integration geflüchteter Menschen engagiert er sich außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung für benachteiligte Kinder. Dank seiner Glaubwürdigkeit durch den erlittenen Unfall und die in allen Facetten durchlebte langwierige Rehabilitation wird Adel Tawil die Ziele der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung überzeugend in der Öffentlichkeit vertreten", so Breuer.

Foto: ZNS – Hannelore Kohl Stiftung
Stiftungsvorstand und Kuratorium mit der scheidenden Präsidentin Dr. Kristina Schröder und dem neuen Präsidenten Adel Tawil

Eine Schädelhirnverletzung trifft die Menschen von einer Sekunde auf die andere. Die Hälfte der Betroffenen ist jünger als 25 Jahre und 35.000 sind Kinder unter sechs Jahren. "Ich habe erlebt, wie schnell es gehen kann: Bei mir war es der Sprung in den Pool", so Adel Tawil. Im Sommer 2016 erlitt er in Ägypten einen Badeunfall, bei dem er sich eine Mehrfachfraktur des Halswirbels zuzog, eine Verletzung, die vielfach zu Querschnittlähmung oder dem Tod führen kann. Nach der Erstversorgung in einer Klinik am Unfallort wurde er nach Berlin ausgeflogen und von Spezialisten der Charité behandelt. Neun lange Monate dauerte die Rehabilitation. Seit dieser Zeit gelten sein Interesse und sein soziales Engagement vornehmlich Unfallopfern mit Verletzungen des Zentralen Nervensystems und der Verbesserung deren Lebenssituation und Lebensqualität.

"In der Klinik habe ich viele Patienten gesehen, die nicht so viel Glück hatten wie ich – Patienten, die nach dem Klinikaufenthalt pflegebedürftig bleiben werden. In der Situation wirst du demütig", beschreibt Tawil die schwere Zeit.

Die Mehrzahl der pflegebedürftigen schädelhirnverletzten Menschen wird durch die Familie oder den Partner versorgt, häufig rund um die Uhr, und das über Jahre. Diese Situation stellt eine Herausforderung für alle Familienmitglieder dar. In den meisten Familien sind die physischen, psychischen und vor allem die finanziellen Belastungen immens hoch.

"Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung hilft den Betroffenen und deren Angehörigen direkt und wirkungsvoll. Aber es gibt nie genug Hilfe, deshalb unterstütze ich die Arbeit der Stiftung gern", erklärt Adel Tawil.

Die Hilfsorganisation wurde am 21. Dezember 1983 von Dr. h.c. Hannelore Kohl in Bonn gegründet. Die Ehefrau des damaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl hatte das Präsidentenamt der gemeinnützigen Stiftung bis zu ihrem Tod im Jahre 2001 inne.

Alle Mitglieder der Gremien sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig.

 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-204
F 0201 8401-255

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Ansprechpartnerin bei der
ZNS – Hannelore Kohl Stiftung:

Helga Lüngen
T 0228 978450
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