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Theaterpreis Berlin 2016 an Shermin Langhoff und Jens Hillje

23.02.2016

Für ihre außerordentlichen Verdienste um das deutschsprachige Theater zeichnet die Stiftung Preußische Seehandlung Shermin Langhoff und Jens Hillje mit dem Theaterpreis Berlin 2016 aus.

Die Entscheidung über die Auszeichnung traf die Preisjury, der die Intendantin des Schauspielhauses Zürich, Barbara Frey, der Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Wilfried Schulz und die Theaterkritikerin Barbara Burckhardt, sowie mit beratender Stimme der Intendant der Berliner Festspiele, Dr. Thomas Oberender, angehören. 

In der Jurybegründung heißt es: "Vor zehn Jahren erfand Shermin Langhoff am Berliner HAU ein Festival unter dem Titel 'Beyond Belonging'. Damit gewann der Begriff des 'Postmigrantischen' konkrete Gestalt im Theater. 2008 übernahm sie das Ballhaus Naunynstraße und entwickelte dort mit einem Ensemble multinationaler Herkünfte neue Stoffe, Ästhetiken und Sichtweisen für ein Deutschland, das längst von Menschen unterschiedlichster Kulturen mitgeprägt wird – eine Tatsache, der sich das Theater lange Zeit glaubte, nicht stellen zu müssen. Seit der Spielzeit 2013/2014 leiten Shermin Langhoff und Jens Hillje das Maxim Gorki Theater und haben es konsequent und radikal zu einer Spielstätte gemacht, die die Vielfalt der Stadtbevölkerung spiegelt, in seinem performativen und diskursiven Programm wie in seinem Ensemble: deutsche Schauspieler aus allen Teilen der Welt, die sich herausspielen aus Schubladen, Zuschreibungen und (Gender-)Eindeutigkeiten. Identität ist für sie keine fixe Kategorie, sondern die Möglichkeit, sich immer wieder neu zu betrachten und zu hinterfragen, im sozialen, künstlerischen und politischen Raum. Selbstermächtigung, Diversität und Partizipation sind mittlerweile beliebte Begriffe geworden. Shermin Langhoff und Jens Hillje haben sie früher als andere zu Grundvoraussetzungen ihres Theaters erklärt. Mit ihrem Ensemble ist es ihnen gelungen, am Gorki Theater eine enorme Energie zu entwickeln, die ein neues, junges Publikum zu begeistern vermag." 

Der mit 20.000 Euro dotierte Theaterpreis Berlin wird im Rahmen des Berliner Theatertreffens vom Regierenden Bürgermeister und Vorsitzenden des Rates der Stiftung Preußische Seehandlung, Michael Müller, verliehen. 

Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 15. Mai 2016, um 12.00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele statt: als Matinee, die Kollegen und Freunde der Preisträger ausrichten. Alle Theaterfreunde sind herzlich dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei; Einladungen werden versandt; Anmeldungen bei der Stiftung sind erforderlich. 

Walter Rasch, Senator a. D.
Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Preußische Seehandlung 
 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-204
F 0201 8401-255

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Dr. Ute Bredemeyer

ist Geschäftsführerin der Stiftung Preussische Seehandlung.

T 030 30308792
F 030 3257003

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