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Pharmazie-Doktorand der Saar-Uni erforscht entzündliche Fettleber

30.07.2015

Der Saarbrücker Nachwuchsforscher Kevan Hosseini wird mit einem Stipendium von der Dr. Hilmer Stiftung ausgezeichnet. Diese Förderung wird bundesweit nur alle zwei Jahre an einen Doktoranden der pharmazeutischen Forschung vergeben.

Hosseini forscht bei Alexandra K. Kiemer, Professorin für Pharmazeutische Biologie an der Universität des Saarlandes. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit mit grundlegenden Prozessen bei entzündlichen Fettlebern, die zu Tumoren führen können. Seine Erkenntnisse könnten helfen, passende Medikamente für die Krankheit zu entwickeln.

Lebererkrankungen sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Dabei schadet nicht nur ein Zuviel an Alkohol der Leber, sondern offenbar auch eine falsche Ernährung. Sechs bis 33 Prozent der Bevölkerung in den Industrieländern leiden Schätzungen zufolge an einer nicht-alkoholischen Fettleber. Aus dieser Form kann sich schleichend eine entzündliche Fettleber entwickeln. Sie kann im Laufe der Zeit zu einer Zirrhose und letztlich zu Leberkrebs führen. Die Krankheit bleibt meist lange unentdeckt, erst im fortgeschrittenen Stadium machen sich Symptome bemerkbar. Die späte Diagnose und die schlechte Therapierbarkeit sind die Ursache dafür, dass Lebertumoren weltweit die zweithäufigste Tumor-assoziierte Todesursache darstellen. In der Regel sind mehr Männer als Frauen betroffen.

An der Universität des Saarlandes erforschen Pharmazeuten um Professorin Alexandra K. Kiemer die Ursachen dieser Erkrankung. Auch Kevan Hosseini beschäftigt sich im Rahmen seiner Promotion mit diesem Thema. Er möchte die grundlegenden molekularen Mechanismen verstehen, die bei entzündlichen Lebererkrankungen eine Rolle spielen und sogar zu Tumoren führen können. "Voraussetzung für die Entwicklung neuer Medikamente oder besserer Diagnosemöglichkeiten ist, dass wir verstehen, welche Prozesse bei dem Krankheitsbild ablaufen", so der Saarbrücker Doktorand.

Bei seiner Arbeit wird Hosseini nun mit einem Stipendium der Dr. Hilmer Stiftung unterstützt. Die Stiftung fördert Projekte in der pharmazeutischen Forschung. Das Stipendium wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und deutschlandweit an einen Doktoranden vergeben.
 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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