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Preise der Stiftung Industrieforschung verliehen

03.07.2014

Dr. Jörg Neumeyer, Dr. Verena Kräusel und Stefan Sommer heißen die diesjährigen Preisträger der Stiftung Industrieforschung.

Allen dreien ist eine besondere Symbiose gelungen: Eine wissenschaftlich innovative Abschlussarbeit zu erstellen, die nicht nur höchsten methodischen Kriterien genügt, sondern gleichzeitig einen unmittelbaren Nutzen für die industrielle Anwendung in mittelständischen Unternehmen hat. Vergeben wurden die Preise im Rahmen des Petersberger Industriedialogs in Königswinter vor 250 Wissenschaftlern und Unternehmern aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Erster Preisträger ist Dr. Jörg Neumeyer, der die Auszeichnung für seine Dissertation "Induktive Unterstützung von Hybrid-Schweißverfahren zum prozesssicheren und leistungsstarken Fügen dickwandiger Bauteile".an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Leibniz Universität Hannover erhielt. Auch Herr Dr. Neumeyer hat sich mit der Blechbearbeitung beschäftigt, hier aber nicht mit dem Zuschneiden, sondern mit dem Schweißen von Blechen. In seiner Arbeit kombiniert er Laserstrahlen mit dem Metallschutzgasschweißen und führt einen Induktor ein, der die Abkühlung der Schweißnaht so beeinflusst, dass diese möglichst wenig versprödet.

Seine Arbeit ist "von einem überdurchschnittlichen wissenschaftlichen Charakter geprägt, wobei der Bezug zur Anwendung von dem Verfasser durchgehend gehalten wird. Herrn Neumever gelingt es sehr gut, die technische Herausforderung zu konkretisieren und daraus die bislang ungelösten Grundprobleme zu definieren."

Mit dem zweiten Preis wurde Dr. Verena Kräusel für ihre Habilitation an der TU Chemnitz ausgezeichnet. Unter der Überschrift "Gestaltung und Bewertung einhubiger Scherschneidverfahren mit starren Werkzeugen unter besonderer Berücksichtigung der Schnittflächenqualität an Blechbauteilen" hat Frau Dr. Kräusel eine neuartige Variante der Technologie des sog. Genauschneidens entwickelt. Nach Ansicht der Preisjury "veröffentlicht Dr. Kräusel mit ihrer Habilitation ein beachtliches wissenschaftliches Werk, welches in Lehre und Forschung großen Respekt verdient. Auch die branchenspezifischen, industriellen Unternehmen können aus ihrer Arbeit einen direkten Nutzen ziehen, weil sehr umfänglich Anwendungsparameter für die neue Verfahrensvariante des Scherschneidens mit hohen Geschwindigkeiten entnommen werden können."

Den dritten Preis erhielt Stefan Sommer für seine Bachelorarbeit an der Universität Marburg zum Thema: "Schichttechnologische Thermofühler für innovative Heißkanaldüsen". Nach Ansicht der Preisjury hat Herr Sommer „für eine Bachelorarbeit eine wirklich eine herausragende Leistung“ gezeigt. "Wenn die untersuchte Konzeption bis zur kommerziellen Nutzung weiterentwickelt wird, revolutioniert sie sicher nicht die gesamte Kunststoffverarbeitung beim Heißkanalspritzgießverfahren, aber für die wirtschaftliche Herstellung von Massenkleinteilen wäre es ein gravierender Optimierungsschritt".

Die Preise der Stiftung Industrieforschung für wissenschaftliche Arbeiten sind mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Über Ihre Vergabe entscheidet eine sechsköpfige Preisjury, die aus Unternehmern und Wissenschaftlern besteht. Entscheidendes Kriterium für die Preisvergabe ist die Kombination aus wissenschaftlich hohem Niveau und Übertragbarkeit der Ergebnisse in die unternehmerische Praxis produzierender Unternehmen. Die prämierten Arbeiten können aus den Bereichen Technik, Organisation oder Betriebswirtschaft stammen.

Die Stiftung Industrieforschung wurde 1974 aufgrund eines Bundesgesetzes errichtet. Seitdem verfolgt sie ihren Satzungszweck, Forschungen auf allen den gebieten zu fördern, die die kleinen und mittlere gewerbliche Unternehmen besonders interessieren. Dieser Satzungszweck wird neben der Preisvergabe auch durch verschiedene Veranstaltungen und durch die Vergabe von Stipendien verfolgt.

 

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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