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Die Chemie des Parfüms

15.01.2014

Wie der menschliche Geruchssinn verzaubert wird: Vortrag des Chemikers Lutz Gade im Mercedes-Benz Museum

Der menschliche Geruchssinn ist in seiner Wirkungsweise bislang nur in Teilen verstanden. Auf komplexe Weise beeinflussen Gerüche unsere Stimmung, erwecken Erinnerungen, vermögen Denken und Handeln zu steuern. Gerüche – wie auch Geschmackseindrücke – sind Systeme von "Zeichen", die Menschen zu manipulieren vermögen. Bei der Beschäftigung mit der Chemie von Gerüchen und Düften werden diese in ihre (chemischen) Komponenten zerlegt und wieder zusammengesetzt. Dabei können natürliche Geruchseindrücke wiedererstehen oder auch völlig neue und unbekannte Düfte entstehen.

Der Vortrag von Lutz Gade gibt einen Überblick über die Wirkung von Geruchsstoffen und ihre Wechselwirkung mit den Sinnesorganen. Nach einem Streifzug durch die Geschichte der Parfümerie wird der Aufbau klassischer Parfüms erläutert. Außerdem wird gezeigt, weshalb die Bedeutung synthetischer Geruchsstoffe wächst und aus welchen Signatur-Komponenten sich einige unserer populären Parfüms zusammensetzen.

Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe "Dialog im Museum" am 21. Januar 2014 um 19.00 Uhr im Mercedes-Benz Museum, Großer Vortragssaal, Mercedesstr. 100, 70372 Stuttgart, statt. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Interessenten wenden sich bitte an Susanne Hallenberger von der Daimler und Benz Stiftung.

Zur Person

Prof. Dr. Lutz Gade ist Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische-Chemie an der Universität Heidelberg. Er promovierte an der Cambridge-University; 1998 erhielt er einen Ruf an die Université Louis Pasteur in Straßburg. Seit 2006 ist Gade in CaRLa, dem gemeinsamen Forschungslabor der Universität Heidelberg und der BASF, tätig. Überdies ist er Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und fungierte u.a. als Sprecher des Sonderforschungsbereichs "Molekulare Katalyse" (SFB 623).

Daimler und Benz Stiftung

Impulse für Wissen – die Daimler und Benz Stiftung verstärkt Prozesse der Wissensgenerierung mithilfe zielgerichteter Stimuli. Sie konzentriert sich auf die Förderung junger Wissenschaftler, fachübergreifende Kooperationen sowie Forschungsinhalte aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Ihr jährlicher Förderaufwand beträgt derzeit etwa drei Millionen Euro. Mit einem Vermögen von rund 125 Millionen Euro zählt die operativ tätige Stiftung zu den größten wissenschaftsfördernden Stiftungen Deutschlands.

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

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