Die Situation im Nahen Osten bewegt weltweit die Kapitalmärkte. Das Vermögensmanagement im Deutschen Stiftungszentrum rät Stiftungsanlegern zu wachsamer Besonnenheit.
Stand: 11. März 2026
Die Situation im Nahen Osten bewegt weltweit die Kapitalmärkte. Das Vermögensmanagement im Deutschen Stiftungszentrum rät Stiftungsanlegern zu wachsamer Besonnenheit.
Stand: 11. März 2026
Die seit Ende Februar 2026 andauernde militärische Eskalation im Nahen Osten hält die globalen Finanzmärkte im Atem. Im Gegensatz zu früheren, lokal begrenzten Spannungen sind diesmal zentrale Handelsrouten betroffen, wodurch die Auswirkungen auf Weltwirtschaft und Kapitalmärkte sorgfältig zu beobachten sind. Das Vermögensmanagement des Deutschen Stiftungszentrums steht im regelmäßigen und intensiven Dialog mit allen Fonds- und Asset Managern, die unsere hauseigenen Spezialfonds betreuen, und bewertet mit ihnen das derzeitige Marktumfeld.
Die aktuelle Situation erfordert eine differenzierte Betrachtung der Anlageklassen. Wir beobachten derzeit eine moderate Korrektur an den Kapitalmärkten, die nach den überdurchschnittlichen Zuwächsen der Jahre 2024 und 2025 sowie des laufenden Quartals als marktüblich einzustufen ist. Während die US-Märkte aufgrund ihrer Energieunabhängigkeit eine bemerkenswerte Resilienz zeigen, reagieren die Wirtschaftsräume in Europa und Asien deutlich sensibler auf die gestiegenen Energie- und Frachtkosten.

An den Rentenmärkten führen Inflationssorgen dazu, dass zuvor eingepreiste Zinssenkungen der Notenbanken aktuell revidiert werden, was fallende Kurse bei steigenden Renditen zur Folge hat. Wir gehen derzeit aber nicht von einem dauerhaften Inflationsdruck wie im Jahr 2022 aus, da die globale Energieversorgung heute breiter aufgestellt ist.
In dieser Phase legen wir gemeinsam mit unseren Asset Managern größten Wert auf eine besonnene Strategie. Erfahrungsgemäß führen emotionale Ad-hoc-Reaktionen in volatilen Marktphasen zu langfristigen Nachteilen. Unsere Spezialfonds verzichten daher bewusst auf flächendeckende Notverkäufe oder überzogene Absicherungen, um die Partizipation an einer potenziellen Markterholung nicht zu gefährden. Während technologieorientierte Wachstumswerte derzeit unter Druck stehen, sorgt die breite Streuung unserer Portfolios in defensive Sektoren wie Pharma und Energie sowie in günstig bewertete Qualitätstitel für die nötige Stabilität. Ergänzend wirkt die aktuelle Stärke des US-Dollars für Euro-Anleger als wirksamer Risikopuffer, während Gold sich momentan eher volatil zeigt.


Innerhalb unserer Spezialfonds wird vorausschauend agiert: In einigen Mandaten wurden Aktienquoten bereits frühzeitig reduziert, um Gewinne zu sichern, während andere Strategien die Rücksetzer nutzen, um Qualitätswerte selektiv zuzukaufen. Viele Fonds bleiben durch integrierte Sicherungsmechanismen ohne zusätzliche Eingriffe stabil. Unser Hauptszenario bleibt eine zeitlich begrenzte Eskalation mit einer anschließenden Rückkehr zu fundamentalen Bewertungen. Wir raten unseren Anlegern daher weiterhin zu Ruhe und Besonnenheit. Alle Spezialfonds verfügen über die notwendige Flexibilität, um auf Risiken kontrolliert zu reagieren und gleichzeitig zukünftige Erholungschancen entschlossen für das Stiftungsvermögen zu nutzen.
Das Team Vermögensmanagement des Deutschen Stiftungszentrums steht Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung und wird Sie weiterhin zeitnah über alle relevanten Entwicklungen auf den Finanzmärkten informieren.
ist stellvertretender Leiter des Bereichs "Vermögensmanagement".
T 0201 8401-310