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70 Jahre Stiftungsverwaltung:
Eine Zeitreise mit Zeitzeugen

70 Jahre Stiftungsverwaltung:
Eine Zeitreise mit Zeitzeugen

70 Jahre Stiftungsverwaltung im Stifterverband – das sind sieben Jahrzehnte, in denen Stifterinnen und Stifter uns ihre Ideen und Visionen, ihre Projekte, ihre Leidenschaften, ihre Vermögen und Vermächtnisse anvertraut haben.

70 Jahre Stiftungsbetreuung (Logo)

Ob als Treuhänder oder Verwalter, als Berater oder als Interessenvertreter auf politischer Bühne – der Stifterverband und sein später gegründetes Deutsches Stiftungszentrum haben mit ihrem Engagement deutsche Stiftungsgeschichte geschrieben.

Zum Jubiläum werfen wir einen Blick auf die Meilensteine und eröffnen das Gespräch. Im Podcast-Round-Table trifft die Geschäftsführung des Deutschen Stiftungszentrums auf drei prägende Persönlichkeiten unserer Geschichte.

70 Jahre Stiftungsverwaltung: Eine Zeitreise mit Zeitzeugen

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Aufnahme des Podcasts mit Erich Steinsdörfer, Dr. Heinz-Rudi Spiegel, Matthias Schmolz, Stephanie Berger und Dr. Ambros Schindler

Matthias Schmolz, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Stiftungszentrums sowie Geschäftsführer und Kaufmännischer Leiter des Stifterverbandes, und Stephanie Berger, Rechtsanwältin, Geschäftsführerin des Deutschen Stiftungszentrums sowie Leiterin des Bereichs "Finanzen, Controlling, Steuern und Recht" im Stifterverband, moderieren das Gespräch mit ...

  • Dr. Heinz-Rudi Spiegel, Historiker und Bildungsexperte, der den Stifterverband nach 34-jähriger Tätigkeit rückblickend als seine große Liebe bezeichnet,
  • Dr. Ambros Schindler, Ökonom und Steuerexperte, er war 33 Jahre beim Stifterverband, langjähriger Geschäftsführer des Deutschen Stiftungszentrums, der den Stiftungsboom mitgestaltete,
  • Erich Steinsdörfer, Rechtsanwalt, von 1986 bis 2022 und damit 36 Jahre beim Stifterverband tätig, der als DSZ-Geschäftsführer Phasen des Umbruchs prägte.

 

Round Table anlässlich 70 Jahre Stiftungsverwaltung im Stifterverband im Schloss Hugenpoet, Essen. Von links: Dr. Heinz-Rudi Spiegel, Matthias Schmolz, Stephanie Berger, Erich Steinsdörfer und Dr. Ambros Schindler
Dr. Heinz-Rudi Spiegel, Matthias Schmolz, Stephanie Berger, Erich Steinsdörfer und Dr. Ambros Schindler (v.li.)

Wer sind die Experten und Wegbereiter, die die Geschichte unseres Hauses so entscheidend mitgestaltet haben? Heinz-Rudi Spiegel, Ambros Schindler und Erich Steinsdörfer haben für uns einen modifizierten Marcel-Proust-Fragebogen beantwortet.


Von der Honoratioren-Philanthropie zur modernen Stiftungslandschaft

 
Gemeinsam spannen wir den Bogen von einer Zeit, in der Stiften noch vor allem Sache weniger Honoratioren war, über den Stiftungsboom der Wohlstandsjahre bis hin zu einer vielfältigen, professionellen und zugleich immer stärker regulierten Stiftungslandschaft unserer Tage. Wir blicken auf die erbitterten bildungs- und gesellschaftspolitischen Debatten der 1960er- und 1970er-Jahre, die Deutsche Einheit und die Pandemie zurück, beschreiben die zunehmende Professionalisierung des Sektors und werfen einen Blick auf Gegenwart und Zukunft.

Nicht fehlen dürfen die kuriosen, die persönlichen, die besonderen Geschichten, die von Begegnungen mit mehreren Bundespräsidenten über obskure Verabredungen an Bahnhöfen, einen verschwundenen Geldkoffer bis hin zu einer Million D-Mark, gestapelt auf einem Küchentisch, reichen. Sie alle belegen:

Das Stiftungswesen war und bleibt Vertrauensgeschäft. 

70 Jahre Stiftungsverwaltung im Stifterverband stehen für 70 Jahre verlässliche Expertise und starke Verbindungen. Wir sagen Danke für Ihr Vertrauen!

1956 Erste Stiftung in der Verwaltung des Stifterverbandes
1963 Begründung des "Archivdienstes für Wissenschafts-Stiftungen"
1964 Erste Treuhandstiftung
1968 Ausbau des Archivdienstes zu einem Zentrum für Dokumentation, Information und Beratung, Keimzelle des heutigen Deutschen Stiftungszentrums
1972 Mitarbeit des Stiftungszentrums in der von der interparlamentarischen Arbeitsgemeinschaft eingesetzten "Arbeitsgruppe Stiftungsrechtsreform"
1976 Die ersten beiden Spezialfonds des Stifterverbandes werden aufgelegt und der Anlagebeirat gegründet.
1978 Erstmalig mehr als 100 Millionen Mark
1985 Einführung der Freien Rücklage zur Erhaltung der Leistungskraft von Stiftungen. Damit setzt der Stifterverband eine Kernforderung durch.
1989 Errichtung des europäischen Stiftungszentrums European Foundation Center (EFC) in Brüssel mit dem Stifterverband als Gründungsmitglied (heute Philea.org)
1990 Verabschiedung des Kultur- und Stiftungsförderungsgesetzes, in dem wesentliche Reformvorschläge des Stifterverbandes (zum Beispiel Großspendenregelung) berücksichtigt sind
1994 Das vom Stifterverband verwaltete Vermögen übersteigt erstmals eine Milliarde Mark.
1995 Stifterverband-Memorandum "Notwendigkeit von Maßnahmen zur Förderung des Stiftungswesens in Deutschland"
1996 Konzentration aller Aktivitäten im Stiftungswesen, der Stiftungsverwaltung und der Stiftungsberatung in einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Stifterverbandes, der SV-Stiftungsverwaltung GmbH
1998 Gründung der Deutschen StiftungsAkademie als Joint-venture mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen.
Der Stifterverband bezieht seine eigens für ihn errichtete Hauptsitz am Brucker Holt 56-60 in Essen-Bredeney. Zuvor war die Geschäftsstelle an anderen Standorten in Essen untergebracht.
2000 Das Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung von Stiftungen berücksichtigt Reformvorschläge des Stifterverbandes zu Spendenabzugs und Rücklagen.
2002 Das Deutsche Stiftungszentrum (DSZ) nimmt seine Arbeit als Nachfolger der Stiftungsverwaltung GmbH im Stifterverband auf.
2011 Die Zahl der vom DSZ betreuten Stiftungen erreicht die 500er-Marke.
2023 Stiftungsrechtsreform
2026 Das DSZ betreut an die 700 Stiftungen mit einem verwalteten Stiftungsvermögen rund 3,1 Milliarden Euro und einer jährlichen Förderleistung von etwa 170 Millionen Euro.