DSZ-Kapitalmarktbericht:
Resilienz in stürmischen Zeiten – Chancen gezielt nutzen

DSZ-Kapitalmarktbericht:
Resilienz in stürmischen Zeiten – Chancen gezielt nutzen

Das zweite Quartal hat erneut gezeigt: Trotz geopolitischer Erschütterungen im Nahen Osten, steigender Energiepreise und hoher Kursschwankungen bewiesen die Kapitalmärkte bemerkenswerte Anpassungs- und Widerstandskraft. Deeskalationssignale sowie eine robuste Unternehmensberichtssaison sorgten für eine deutliche Erholung. Angesichts der erneuten Eskalation in Nahost bleiben die Aussichten auf das dritte Quartal jedoch weiterhin ungewiss.
 

24. Juli 2026

Ein historischer KI-Infrastrukturboom trieb in den vergangenen Monaten globale Aktienindizes nahe an ihre Höchststände, wenngleich anspruchsvolle Bewertungen eine selektive Positionierung erforderten. Gleichzeitig zwang der verfestigte Inflationsdruck die EZB zu einer Leitzinsanhebung.

Geopolitik trifft Märkte - Volatilität statt Stillstand: 
Märkte zeigen Resilienz und Widerstandskraft.

 
Am Rentenmarkt sorgte die Entlastung bei den Energiepreisen für rückläufige Renditen, wenngleich steigende Ausfallrisiken im Hochzinsbereich zur Vorsicht mahnen. Am Devisenmarkt stützten Wachstums- und Zinsvorteile den US-Dollar, während der Euro unter Druck geriet. Gold untermauerte derweil seine Rolle als wichtiger Stabilitätsanker in einem von Divergenzen geprägten Marktumfeld.

Für Stiftungen gilt im aktuellen Umfeld mehr denn je: Eine neutrale Aktienallokation, der strikte Fokus auf bonitätsstarke Qualitätswerte sowie ein aktives Währungs- und Risikomanagement bilden das Fundament für langfristigen Substanzerhalt. Der aktuelle DSZ-Kapitalmarktbericht fasst die Kernerkenntnisse des zweiten Quartals 2026 zusammen und gibt konkrete Orientierung für ein vorausschauendes Stiftungsvermögensmanagement.

 

Kapitalmarktrelevante Nachrichten

 
Das zweite Quartal 2026 stand im Zeichen eines energiepreisgetriebenen Doppelschocks: Der Krieg im Nahen Osten und der damit einhergehende starke Anstieg der Energiepreise bremsten die zuvor erkennbare Erholung des globalen Industriezyklus spürbar ab. Besonders die Blockade der Straße von Hormus erwies sich als kritischer Belastungsfaktor. Sie hinterließ in Asien erhebliche Schäden, störte internationale Handelsströme und gefährdet bis heute die weltweiten Lieferketten. Eine nachhaltige Stabilisierung dieser zentralen Handelsroute bleibt damit eine wesentliche Voraussetzung, um eine stärkere Abschwächung der Weltwirtschaft zu verhindern.

Geopolitischer Doppelschock 
bremst die globale Erholung

 
Eurozone: Eingetrübte Perspektiven
In der Eurozone verschlechterte sich indes das konjunkturelle Umfeld merklich. Das Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals wurde um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal nach unten revidiert, wobei Einbrüche in der irischen Pharmaindustrie hierfür maßgeblich verantwortlich waren. Gleichzeitig bewegte sich das Wirtschaftsvertrauen auf einen der schwächsten Quartalsdurchschnitte der vergangenen fünf Jahre zu. In der Folge senkten die Prognosen die erwartete Wachstumsrate für den Euroraum 2026 von 0,7 auf 0,4 Prozent. Die Inflationserwartung lag bei 2,7 Prozent, die Kerninflation zuletzt bei 2,2 Prozent.

Deutschland: Exporte und Sondervermögen als Lichtblicke
Deutschland litt unter der Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, steigenden Energiepreisen und einer schwachen Binnenkonjunktur. Rückläufige Einzelhandelsumsätze, eingetrübte ifo-Indikatoren und erste Materialengpässe prägten das wirtschaftliche Bild. Stützung erfuhr die deutsche Wirtschaft dagegen gleich von zwei Seiten: Durch ein reales Exportwachstum von 3,3 Prozent im ersten Quartal sowie durch Abrufe aus dem Sondervermögen in Höhe von rund 41 Milliarden Euro bis April, ergänzt um öffentliche Konsumausgaben. Die Jahresprognosen für Deutschland liegen bei 0,6 Prozent Wachstum sowie 2,7 Prozent Inflation.

USA: Resilienz bei sinkender Sparquote
Die US-Wirtschaft präsentierte sich dahingehend weiterhin widerstandsfähig: Das annualisierte Wachstum des ersten Quartals lag bei 1,6 Prozent. Um die gestiegenen Energiekosten zu kompensieren, fiel die Sparquote der privaten Haushalte allerdings auf ein Tief von 2,6 Prozent. Zugleich zog der Inflationsdruck an; der Verbraucherpreisindex stieg im Mai um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, die Jahresrate erreichte ganze 4,2 Prozent und befeuerte damit auch höhere Teuerungserwartungen.

Notenbankpolitik: EZB reagiert mit Zinsschritt
Angesichts der zunehmenden, energiepreisbedingten Inflationsrisiken verschärfte die EZB ihren geldpolitischen Kurs und hob den Einlagensatz im Juni um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent an. Hintergrund war die Sorge, dass sich der Energiepreisschock zunehmend auf weitere Güter- und Dienstleistungsbereiche ausweiten könnte. Die Notenbank rechnet für 2026 nun mit einer Gesamtinflation von 3,0 Prozent und einer Kerninflation von 2,5 Prozent; eine Rückkehr zum 2,0-Prozent-Ziel wird erst für 2028 erwartet.

Die aktuelle Gemengelage zeigt auch im weiteren Jahresverlauf: Geopolitische Schocks können das Marktgefüge binnen kurzer Zeit spürbar verändern. Während die US-Wirtschaft ihr Wachstum derzeit über eine sinkende Sparquote der Haushalte absichert, sieht sich die EZB trotz schwacher Konjunktur zu weiteren Zinsschritten gezwungen, um die Teuerung einzudämmen. Die Balance zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsunterstützung bleibt damit die zentrale Herausforderung der kommenden Monate. Für Anleger unterstreicht dies die Bedeutung einer breiten Diversifikation sowie einer bewussten Steuerung von Währungs- und Energierisiken.

 

Rückblick auf die Entwicklung der Kapitalmärkte Januar bis Juni 2026: Schrittweise Stabilisierung nach turbulentem Jahresauftakt

 
Das zweite Quartal 2026 war an den internationalen Kapitalmärkten von einer schrittweisen Stabilisierung geprägt. Nach den erheblichen Belastungen des Vorquartals durch den Krieg im Nahen Osten und der damit einhergehenden erhöhten Volatilität beruhigten sich die Märkte zunehmend. Gleichzeitig blieb das Umfeld anspruchsvoll: Die tatsächliche Entwicklung in mehreren Marktsegmenten wich deutlich von den ursprünglichen Analystenprognosen ab. Insgesamt zeigten sich die Kapitalmärkte angesichts der Belastungen jedoch sowohl in Aktien- wie auch Renten-Segmenten bemerkenswert widerstandsfähig.

Aktienmärkte: Rasche Erholung,
angeführt vom KI-Zyklus

Rentenmärkte: Rückläufige Renditen 
trotz Zinsanhebung

 
Deeskalationssignale zwischen Washington und Teheran sowie eine robuste Berichtssaison lösten eine teils schnelle Erholung der Aktienmärkte aus. Der US-amerikanische S&P 500, der Nasdaq 100 sowie europäische Aktienindizes notierten wieder nahe ihren Höchstständen. Haupttreiber blieb der anhaltende KI-Infrastrukturzyklus der großen US-Technologie- und Plattformkonzerne. Auch der asiatische Halbleitersektor entwickelte sich dynamisch und überzeugte mit einem Plus von rund 80 Prozent beim koreanischen Leitindex KOSPI.

Die Entwicklung blieb dabei differenziert. Der deutsches DAX durchlief im zweiten Quartal eine markante Erholungsbewegung: Vom Tief bei 22.680 Punkten Ende März stieg er über 24.292 Punkte Ende April und 25.104 Punkte Ende Mai auf 24.995 Punkte zum Halbjahresultimo. Damit erreichte er zwar die Obergrenze seines fairen Bewertungsbandes, blieb aber sowohl hinter internationalen Vergleichsmärkten als auch hinter der ursprünglichen Jahresprognose zurück. In der von Stagflationstendenzen geprägten Eurozone belasteten steigende Kosten insbesondere die Konsumwerte, während der Energiesektor deutlich vom Ölpreisanstieg von knapp 70 Prozent im ersten Halbjahr profitierte. Angesichts der anspruchsvollen Bewertungen dominierte marktbreit eine grundsätzlich neutrale Aktienpositionierung und der Anlegerschaft.

Am Rentenmarkt sorgten sinkende Rohölpreise für spürbare Entlastung. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel beispielsweise nach einem zwischenzeitlichen April-Höchststand von 3,04 Prozent wieder unter die Drei-Prozent-Marke und lag zum Quartalsende bei 2,86 Prozent; exakt auf dem Niveau des Jahresanfangs und damit unterhalb der Prognose von 2,90 Prozent. US-Staatsanleihen unterschritten ihrerseits erneut die Marke von 4,5 Prozent. Bemerkenswert: Weder die EZB-Zinsanhebung noch der Führungswechsel bei der US-Notenbank Fed bewegten das Renditeniveau spürbar. Temporäre Renditeanstiege wurden gezielt von Marktteilnehmern für antizyklische Käufe genutzt, um das bestehende Untergewicht in US-Staatsanleihen auf eine neutrale Gewichtung anzuheben. Die weiterhin hohe Staatsverschuldung sowie geopolitische Unsicherheiten begrenzen jedoch das Potenzial für nachhaltige weitere Renditerückgänge in diesen Segmenten.

Der Euro entwickelte sich entgegen früheren Erwartungen schwächer. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung auf 1,1731 US-Dollar fiel die Gemeinschaftswährung bis Ende Juni auf 1,1422 US-Dollar und damit deutlich unter die Prognose von 1,20 US-Dollar. Belastend wirkten insbesondere die Zinsdifferenzen zwischen den Währungsräumen sowie die im Vergleich schwächeren Wachstumsaussichten der Eurozone.

Disziplinierte Ausrichtung 
in anspruchsvollem Umfeld

 
Trotz der teils spürbaren Erholung bleibt das Kapitalmarktumfeld von geopolitischen Risiken, hohen Bewertungen und selektiven Chancen geprägt. Die anspruchsvollen Bewertungsniveaus an den Aktienmärkten sowie fortbestehende konjunkturelle Risiken sprechen für eine disziplinierte, neutrale Aktienquote. An den Rentenmärkten wiederum gilt es, sich bietende Renditeaufschläge gezielt und antizyklisch zu nutzen, statt auf eine breite Trendwende zu setzen.

 

Aktienmärkte: KI-Boom treibt Erholung, doch Bewertungsrisiken steigen

 
Weltweite Aktienmärkte verzeichneten in den zurückliegenden Monaten eine bemerkenswerte Erholung. Sinkende Rohölpreise, Hoffnungen auf geopolitische Entspannung im Nahen Osten sowie eine starke Gewinndynamik trieben die globale Performance in Euro von 1,5 Prozent Ende März auf über 13 Prozent zur Jahresmitte.

Besonders technologiegeprägte Märkte 
glänzten im zweiten Quartal

 
Der koreanische KOSPI legte um 68 Prozent zu, der taiwanische TAIEX um 45 Prozent und der japanische Nikkei um 40 Prozent. Der Nasdaq 100 erzielte mit über 24 Prozent Plus das zweitbeste Quartal der laufenden Dekade, der S&P 500 gewann 14 Prozent. Weniger Tech-lastige Indizes wie der DAX (+2,1 Prozent) oder der EURO STOXX 50 hinkten hinterher, erreichten aufs Jahr gesehen aber dennoch über 10 Prozent Plus.

Haupttreiber waren weiterhin massive KI-Investitionen. Die großen US-Plattformkonzerne hoben ihre Budgets für 2026 auf 650 bis 700 Mrd. USD an und stützten damit Halbleiterwerte sowie Rechenzentrumsinfrastruktur. Auch in Europa verbesserte sich der Ausblick für das Gewinnwachstum von 11 auf rund 15 Prozent, getragen von Energie, Banken, Versorgern und der Halbleiterbranche. Klassische Konsumzykliker wie Chemie und Stahl blieben hingegen belastet. Gleichwohl nimmt die Nervosität spürbar zu: Stark schwankende Technologietitel (etwa SAP mit einem Jahresminus von 33 Prozent) verdeutlichen das Enttäuschungspotenzial überhöhter Gewinnerwartungen am Markt.

Der Technologie- und KI-Boom trägt die Märkte weiterhin, doch schwindende Cashflows und anspruchsvolle Bewertungen erfordern Wachsamkeit. Die Marktteilnehmer favorisieren aktuell überwiegend neutrale Aktiengewichtung (mit Fokus auf Qualitäts- und Substanzwerte), um sich gegen mögliche Korrekturen abzusichern.

 

Rentenmärkte: Entlastung bei Renditen, aber Fundamentaldaten mahnen zur Vorsicht

 
Die internationalen Rentenmärkte zeigten sich stabiler als im Vorquartal, wenngleich das Umfeld weiterhin fragil blieb. Sinkende Rohölpreise gepaart mit Hoffnungen auf geopolitische Entspannung entlasteten zunehmend die Märkte, während die Zinsanhebung der Europäische Zentralbank im Juni sowie der Führungswechsel bei der US-amerikanischen Fed kaum Spuren im Renditeniveau hinterließen.

An den Staatsanleihemärkten führte die Beruhigung zu rückläufigen Renditen. Zehnjährige Bundesanleihen fielen zum Monatsultimo auf 2,94 Prozent und unterschritten damit erneut die Drei-Prozent-Marke; zum Jahresende werden knapp 3,0 Prozent von den Marktteilnehmern erwartet. Italienische Staatsanleihen gaben mit einem Rückgang auf 3,65 Prozent noch stärker nach. In den USA stiegen dahingegen zehnjährige Treasuries leicht auf über 4,4 Prozent.

Auffällig bleibt der schwindende Status 
deutscher Bundesanleihen als "sicherer Hafen"

 
Der Renditeabstand zu Frankreich, Italien und Spanien fiel auf unter 50 Basispunkte, was den tiefsten Stand seit 2010 markiert und spiegelt damit die anhaltende wirtschaftliche Schwäche sowie Stagflationstendenzen in der Eurozone wider. Bei Unternehmensanleihen entspannten sich die ausgeweiteten Risikoaufschläge größtenteils wieder: Bonitätsstarke Euro-Investment-Grade-Anleihen rentierten bei rund 3,5 Prozent, US-Pendants bei etwa 5,1 Prozent. Gleichzeitig verschlechterten sich die Fundamentaldaten im Hochzinssegment: Begünstigt durch die Großinsolvenz von Altice France stieg die 12-Monats-Ausfallrate europäischer High-Yield-Emittenten auf über 4 Prozent, in den USA auf rund 5 Prozent. Angesichts steigender Ausfallrisiken bauten Investoren europäische Hochzinsanleihen zugunsten von US-Staatsanleihen ab. Die Kombination aus bonitätsstarken Investment-Grade-Titeln und aufgestockten US-Staatsanleihen bietet weiterhin das attraktivere Chance-Risiko-Profil.

 

Rohstoffe, Edelmetalle und Währungen – Geopolitische Dynamik und Zinsdifferenzen prägen die Märkte

 
Die Rohstoff- und Edelmetallmärkte verharrten im zweiten Quartal 2026 auf erhöhtem Preisniveau, nachdem wichtige Rohstoffindizes zuvor neue Allzeithochs erreicht hatten. Bemerkenswert gelassen reagierte der Ölmarkt auf die kriegsbedingten Angebotsausfälle von rund 14 Millionen Fass täglich infolge der Sperrung der Straße von Hormus: Über die Hälfte der Lücke wurde durch Lagerbestände und strategische Reserven kompensiert, der Rest durch eine Dämpfung des Verbrauchs aufgefangen. Wesentlicher Entlastungsfaktor war die Aussicht auf ein US-Iran-Rahmenabkommen zur Öffnung der Seewege. Bei einer weiteren geopolitischen Entspannung werden moderat sinkende, jedoch dauerhaft über dem Vorkriegsniveau liegende Ölpreise erwartet.

Der Goldpreis konnte sich zunächst nicht erholen: Steigende Energiepreise erhöhten die Inflationserwartungen und dämpften die Aussicht auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank, wodurch die Feinunze auf ein Tief von knapp 4.000 US-Dollar fiel (ein Minus von gut 18 Prozent seit Kriegsbeginn). Erst zunehmende Erwartungen an eine geopolitische Einigung sorgten für eine Stabilisierung bei rund 4.050 US-Dollar beziehungsweise etwa 3.550 Euro je Feinunze. Die strukturellen Faktoren für Gold bleiben indes weitestgehend intakt. Die Nachfrage nach Münzen und Barren stieg im ersten Quartal 2026 um 42 Prozent, während die Schmucknachfrage um 23 Prozent einbrach. Anhaltende Notenbankkäufe sowie ein nur moderat wachsende Minenangebot untermauern Golds Rolle als kreditrisikofreien Stabilitätsanker und Portfolio-Diversifikator.

Am Devisenmarkt geriet der Euro unter Druck und fiel von einer Bandbreite um 1,17 bis 1,18 US-Dollar auf rund 1,16 US-Dollar. Trotz der Nahost-Annäherung blieb eine Dollar-Schwäche aus; stattdessen dominierten Wachstums- und Zinsdifferenzen. Ein robuster US-Arbeitsmarkt sowie höhere US-Inflationsdaten stützten den Greenback, während das schrumpfende Eurozonen-BIP belastete.

Für Stiftungen kann Gold als kreditrisikofreier Portfolio-Baustein weiterhin eine langfristige und zielgerichtete Beimischung im Investitionsvermögen darstellen. Mittel- bis langfristig sprechen darüber hinaus fiskalische Impulse in Europa sowie ein ab 2027 erwarteter Fed-Zinssenkungszyklus für eine moderate Euro-Erholung. Bis dahin erfordert das aktive Management von Währungsrisiken erhöhte Aufmerksamkeit, gerade bei einer globalen Investition von Stiftungsvermögen, mit Blick auf Kapitalerhalt und Ertragskraft.

 

Planungssicherheit durch aktives Stiftungsmanagement: Flexibilität und aktives Management – Ausblick für Stiftungen im weiteren Jahresverlauf 2026

  • Die kommenden Monate dürften weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten, verfestigten Inflationsrisiken und einem anspruchsvollen Bewertungsumfeld geprägt bleiben. Ein passives Abwarten birgt in diesem Umfeld Gefahren, aktives Management ist für Stiftungen unverzichtbar.
  • Eine breite Diversifikation über Anlageklassen, Regionen und Bonitäten bleibt zentraler Erfolgsfaktor. Trotz KI-Rally mahnen sinkende Cashflows zu einer neutralen Aktienquote mit Fokus auf Substanzwerte. Im Rentensegment sichern bonitätsstarke Investment-Grade-Titel und US-Treasuries Erträge, während High-Yield-Titel gemieden werden sollten.
  • Die Stärke des US-Dollar sowie Schwankungen an den Rohstoffmärkten erfordern zudem eine kontinuierliche Feinjustierung von Positionen und Absicherungen.
  • Stiftungs-Spezialfonds bieten in diesem Umfeld einen geeigneten Rahmen, um Ertragskraft, Risikokontrolle und Planungssicherheit zu vereinen: Sie ermöglichen die flexible Teilhabe an Marktchancen bei gleichzeitig strikter Risikobegrenzung und unterstützen Stiftungen so dabei, ihre langfristigen Aufgaben auch in einem herausfordernden Kapitalmarktumfeld zuverlässig zu erfüllen.
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Das Team Vermögensmanagement des Deutschen Stiftungszentrums steht Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung und wird Sie weiterhin zeitnah über alle relevanten Entwicklungen auf den Finanzmärkten informieren.

Patrick Wedekind (Foto: Sven Lorenz)
Patrick Wedekind

ist stellvertretender Leiter des Bereichs "Vermögensmanagement".

T 0201 8401-310

Natalie Weng (Foto: Sven Lorenz)
Natalie Weng

leitet den Bereich "Vermögensmanagement".

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Volker Malcharek

ist Key Account Manager Vermögensmanagement/Anlagestrategie
im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-132