KÖHLER-STIFTUNG

Die Stiftung wurde als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts im Jahr 1987 durch Frau Dr. Lotte Köhler mit Sitz in Darmstadt errichtet. Im Jahr 2001 wurde die Stiftung in die Verwaltung des Stifterverbandes übernommen und verlegte ihren Sitz nach Essen.

Förderschwerpunkte

Darunter sind zu verstehen sowohl Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Medizin als auch auf dem Gebiet der psychologischen Aspekte der Menschen vor allem im Zusammenleben mit anderen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Förderungsmaßnahmen im psychologischen Bereich können sich erstrecken auf die interdisziplinäre Forschung und auf Forschungsgebiete, soweit sie entweder aus politisch weltanschaulichen Gründen oder aus Gründen der Organisation der Wissenschaft an den Universitäten der Bundesrepublik Deutschland einen Rückstand gegenüber der ausländischen Forschung aufweisen oder in ihrer Entfaltung entscheidend gehemmt sind.
Als derartige Gebiete können gegenwärtig angesehen werden z.B. die Kulturanthropologie, die Psychohistorik, die psychoanalytische Krankheitslehre, die psychoanalytisch/psychodynamische Entwicklungspsychologie und Sozialpsychologie, die Humanethologie, die Kinderpsychiatrie, die Psychobiologie u.a.

Hans-Kilian-Preis:

Seit dem Jahr 2011 vergibt die Köhler-Stiftung im Turnus von zwei Jahren den international ausgeschriebenen Hans-Kilian-Preis für die Erforschung und Förderung der metakulturellen Humanisation. Benannt ist er nach Hans Kilian (1921-2008), der als Ordinarius für Sozialpsychologie und angewandte Psychoanalyse an der Universität Kassel lehrte. Obwohl der Preis erst seit wenigen Jahren vergeben wird, gehört er schon jetzt zu den renommiertesten Preisen auf dem Gebiet der Human- bzw. Sozialwissenschaften in Deutschland.
Der mit 80.000,00 Euro dotierte Preis würdigt exzellente Leistungen von Personen, die neue Einsichten in die geschichtliche und kulturelle Existenz des Menschen und seine veränderliche Psyche vermittelt haben.

Bisherige Preisträger sind:

2011: Professor Dr. Hartmut Böhme, Kulturwissenschaftler (Humboldt-Universität zu Berlin)
2013: Professor Dr. Hans Joas, Soziologe und Sozialphilosoph (Freiburg Institute for Advanced Studies [FRIAS] und University of Chicago)
2015: Professor Dr. Jessica R. Benjamin, Psychoanalytikerin und Sozialtheoretikerin (New York)
2017: Professor Dr. Jaan Valsiner, Kulturpsychologe (Universität Aalborg)

Nähere Informationen zum Hans-Kilian-Preis finden Sie unter www.hans-kilian-preis.de.

Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum (KKC) für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie:

Die Ausschreibung und Vergabe des Hans-Kilian-Preises werden vom Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum (KKC) koordiniert. Es wurde im August 2014 am Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie der Ruhr-Universität Bochum etabliert und ist das Ergebnis einer institutionellen Entwicklung, die mit der Einrichtung des Kilian-Archivs im Jahre 2010 und dem 2011 erstmals vergebenen Hans-Kilian-Preis für herausragende Forscherpersönlichkeiten begann. Zu den weiteren wissenschaftlichen Aktivitäten des Centrums zählen u.a. die Herausgabe der Hans-Kilian-Schriftenreihe, die Durchführung einer Hans-Kilian-Vorlesungsreihe, die Organisation von Symposien, die Betreuung eines Studierendenkollegs und die Vergabe von Kurzzeit-Fellowships.

Nähere Informationen zum KKC finden Sie unter www.kilian-koehler-centrum.de.

  • Stiftungsvermögen

    ca. 2,3 Mio. €

  • Fördervolumen

    ca. 270.000 €

Antragstellung

Anträge werden ausschließlich zur nächsten Vorstandssitzung, die im März 2018 stattfindet, bis zum 31. Januar 2018 entgegengenommen. Die Schwerpunkte der Vorhaben sollten in den Bereichen Psychoanalyse, Bindungsforschung oder psychoanalytische Sozialpsychologie liegen.

Vor einer detaillierten Antragstellung sollten Sie einen Kurzantrag unter Angabe des finanziellen Förderbedarfs und der institutionellen Einbindung per E-Mail bei der Stiftung einreichen (siehe Kontakt), um die Erfolgsaussichten für eine Förderung zu klären.

Ein ausführlicher Antrag ist nach den Vorgaben des Antragsschemas im Downloadbereich zu erstellen und sollte in Gänze maximal 12 bis 15 Seiten umfassen. Bitte fügen Sie dem Antrag ein Deckblatt bei, auf welchem alle wesentlichen Informationen zusammengefasst sind (Antragsteller, Titel sowie Kurzbeschreibung des Vorhabens, Antragshöhe sowie gewünschter Förderzeitraum).

Kontakt

Andrea Locker

ist Stiftungsmanagerin und Leiterin des Teams "Unternehmensstiftungen" im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-251
F 0201 8401-255

E-Mail senden

Robert Salzmann

ist Stiftungsbetreuer im Team "Unternehmensstiftungen" im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-150
F 0201 84 01-255

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Deutsches Stiftungszentrum

Barkhovenallee 1
45239 Essen