Guardini Stiftungsfonds

Der Guardini Stiftungsfonds wurde 2004 von der Guardini Stiftung e. V., Berlin, errichtet.

Stiftung zur Förderung von Kunst und Wissenschaft.



Förderschwerpunkte

In Anlehnung an die Arbeit der Guardini Stiftung e. V. bezweckt der Guardini Stiftungsfonds die Förderung von Kunst und Wissenschaft, insbesondere durch die finanzielle Förderung der Guardini Stiftungsprofessur an der Humboldt-Universität und des Guardini Kollegs. Die Guardini Professur für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung wurde zum Wintersemester 2004/ 2005 an der Humboldt-Universität zu Berlin eingerichtet. Der Universitätspräsident, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, und der Präsident der Guardini Stiftung e.V., Prof. Ludwig von Pufendorf, unterzeichneten im März 2004 den Vertrag zur Einrichtung der Professur. Durch einen Stiftungsfonds, den die Guardini Stiftung in der Trägerschaft des Stifterverbandes eingerichtet hat, ist die Finanzierung der nach Romano Guardini (1885-1968) benannten Professur für zunächst fünf Jahre sicher gestellt. Zu diesem Schritt war die Guardini Stiftung in der Lage, nachdem einige Mitstifter sich mit namhaften Zuwendungen an dem Aufbau des Fonds beteiligten. Aufgabe und Ziel der Professur bestehen darin, im Sinne Guardinis Antworten auf das Woher und Wohin der Menschheit vor dem Hintergrund immer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und technischer Möglichkeiten zu geben. Die Einheit jenes Blicks, der vom Glauben her die lebendige Wirklichkeit der Welt umfasst ist nach dem Selbstzeugnis des Religionsphilosophen Romano Guardini der Ausgangspunkt seines Denkens. Sie ist nach Auskunft der Theologischen Fakultät der HU Berlin auch der programmatische Ausgangspunkt für die Stiftungsprofessur. Im Mittelpunkt steht die Verantwortung des Menschen für die Welt. Damit ist gemeint, dass er die Welt mit den verfügbaren Erkenntnissen als Lebensraum der Menschheit entwickeln und bewahren sollte. Demnach werden vordringlich die christlichen Grundlagen der europäischen Kultur als Orientierung für einen verantwortlichen Umgang mit der Lebenswirklichkeit neu vermittelt. Der Theologe und Philosoph Romano Guardini folgte 1923 seinem Ruf auf den für ihn neu eingerichteten Lehrstuhl für Religionsphilosophie und katholische Weltanschauung der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin, heute Humboldt-Universität. Dort lehrte er bis zur Aufhebung des Lehrstuhls durch die Nationalsozialisten im Jahr 1939. Seitdem gab es kein vergleichbares Angebot in Berlin. Umso wichtiger ist die Wiederbelebung der Guardini Professur an der HU Berlin. Es ist jedoch nicht der erste Lehrstuhl, der den Namen Guardini trägt. Auch der Lehrstuhl für Religionsphilosophie und christliche Weltanschauung an der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde 1988 in Guardini Lehrstuhl umbenannt. Dort lehrte Guardini von 1948 bis in die sechziger Jahre. Weitergeführt wurde der Münchner Lehrstuhl bis 1989 unter anderem von Hans Maier und Eugen Biser.

Antragstellung

Eine Antragstellung ist nicht möglich.

Kontakt

Jutta Rüdel

ist Stiftungsmanagerin und stellvertretende Leiterin des Teams "Unternehmensstiftungen" im Deutschen Stiftungszentrum.

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F 0201 8401-255

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