Gesellschaft der Freunde des Deutschen Archäologischen Instituts - Theodor Wiegand Gesellschaft - e.V.

Theodor Wiegand (1864-1936) war seit 1899 Vertreter der königlich preußischen Museen in Istanbul und leitete dort seine großen und überaus erfolgreichen Ausgrabungsprojekte in Priene, Milet, Didyma und Samos. Als Direktor der Antikenabteilung der Museen in Berlin (1911-1930) war Wiegand für den Aufbau und die Einrichtung des Pergamonmuseums auf der Berliner Museumsinsel zuständig. 1923 wurde Wiegand in die Preußische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Von 1932 bis zu seinem Tod im Jahr 1936 war Theodor Wiegand Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts.

Zur Hundertjahrfeier des Deutschen Archäologischen Instituts 1929 wurde die private Förderung der Institutsaufgaben mit der Gründung der „Gesellschaft der Freunde des Deutschen Archäologischen Instituts" in eine neue Form gebracht. Zu den Gründern gehörten prominente Angehörige der Berliner Wirtschafts- und Bankenwelt darunter Georg von Siemens, Hans Fürstenberg, Jacob Goldschmidt, Paul Kemper, Franz von Mendelsohn, von Simson, Thyssen, Koppel und viele andere. Anfang der 50er Jahre wurde die Gesellschaft unter Federführung des aus der Ingelheimer Industriellenfamilie stammenden Präsidenten des Deutschen Archäologischen Instituts, Professor Erich Boehringer, als "Theodor Wiegand Gesellschaft - Gesellschaft der Freunde des Deutschen Archäologischen Instituts e. V." wiedergegründet. Der Name Theodor Wiegand steht für eine überaus fruchtbare und ergebnisreiche Zeit deutscher Ausgrabungstätigkeit im Ausland und für erfolgreiches Mäzenatentum. Die wissenschaftlichen Erfolge und die zahlreichen Publikationen des Deutschen Archäologischen Instituts sind sichtbare Ergebnisse dieser privaten Hilfe, auf die die Ausgräber angesichts der angespannten Lage der öffentlichen Haushalte heute mehr denn je angewiesen sind. Trotz zurückgehender Haushaltsmittel steht das Institut vor neuen großen Aufgaben, die weit über das traditionelle Tätigkeitsgebiet klassischer archäologischer Forschung hinausreichen.
Das Deutsche Archäologische Institut versucht seit 1979 diesen neuen Anforderungen durch die Gründung der Kommission für Allgemeine und Vergleichende Archäologie für Forschungen außerhalb von Außenstellen in Damaskus und Sanaa und schließlich 1995 durch die Gründung der Eurasien-Abteilung für archäologische Forschungen auf dem Gebiet der GUS-Staaten und benachbarter Länder gerecht zu werden. Diese Aktivitäten sind ohne private und institutionelle Förderer undenkbar.

Ausschließliches Ziel der Theodor Wiegand Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Archäologie. Die Gesellschaft unterstützt das Deutsche Archäologische Institut und seine auswärtigen Abteilungen durch die Bereitstellung ergänzender Mittel für besondere Aufgaben. Sie unterstützt wissenschaftliche Veranstaltungen und die Herausgabe archäologischer Publikationen und vergibt Stipendien. Die Mittel zur Durchführung der satzungsgemäßen Ziele der Gesellschaft stammen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Zinsen des kleinen Gesellschaftsvermögens sowie einem erheblichen Beitrag aus dem Haushaltstitel "Internationale Wissenschaftliche Zusammenarbeit" des Stifterverbandes. Zahlreiche Ausgrabungs- und Forschungsprojekte wären ohne die Hilfe der Theodor Wiegand Gesellschaft nicht durchführbar.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt EUR 500,- für individuelle Mitglieder und EUR 2500,- für institutionelle Mitglieder.

Kontakt
Gesellschaft der Freunde des
Deutschen Archäologischen Instituts
- Theodor Wiegand Gesellschaft - e.V
Wissenschaftszentrum Bonn
Ahrstraße 45
D 53175 Bonn
Tel.: + 49-(0)228-3020
Fax: +49-(0)228-302270
Email: twg@wzbonn.de

Theodor Wiegand

Förderschwerpunkte

Zu den von der Theodor Wiegand Gesellschaft geförderten Projekten gehören:

- Der Ankauf von Fotosammlungen, wissenschaftlichen Nachlässen und Bibliotheken

- Errichtung und Ausstattung von Grabungshäusern, Magazinen und Museen in Bogazköy, Milet, Pergamon, Aizanoi und Didyma (Türkei), Tiryns (Griechenland), Elephantine und Siwa (Ägypten)

- Landerwerb für Ausgrabungen in Didyma, Bogazköy und Milet (Türkei)

- Sicherungsarbeiten und Restaurierungen an archäologischen Stätten

- Fotoausstattungen, Labor- und Bibliothekseinrichtungen für die Auslandsabteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts

- Arbeitsgeräte, wie Theodoliten und Kräne, sowie Fahrzeuge für den Einsatz bei Ausgrabungen

- Beitrag zur Einrichtung des Lepsius-Hauses in Berlin als wissenschaftliches Kolleg und Treffpunkt auswärtiger Wissenschaftler

- Herausgabe von Standardwerken über große antike Zentren: Bildlexika zu Rom, Athen, Istanbul, Attika, Athos und Monographien zu verschiedenen Themen, so z.B. über die Häfen von Byzanz, Konstantinopel, Istanbul

- Förderung archäologischer Kongresse, Symposien usw. und deren Publikationen

- Vergabe von Stipendien

- Herstellung anschaulicher Modelle in Verbindung mit Ausgrabungen, z.B. Heratempel auf Samos (Griechenland) und von den Bauten der Stadt Elephantine (Ägypten)

- Archäologische Vortragsreihe im Wissenschaftszentrum Bonn unter dem Thema "Deutsche Archäologen berichten aus der Arbeit des Deutschen Archäologischen Instituts".

Grabungsstätte Selinunt
  • Stiftungsvermögen

    ca. 640.000 €

  • Fördervolumen

    ca. 75.000 €

Antragstellung

Der Verein fördert ausschließlich das Deutsche Archäologische Institut und seine Abteilungen.

Spendenkonto

Wir freuen uns über jede Unterstützung unserer Arbeit. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie dem Verein eine Spende oder Zustiftung zukommen lassen möchten.

Kontakt

Ulrike Johanning-De Abrew

ist Stiftungsmanagerin und Leiterin des Teams "Bildung und Soziales" im Deutschen Stiftungszentrum sowie Leiterin des DSZ-Regionalbüros München.

T 0201 8401-151
F 0201 8401-255

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Andrea Nellen

ist Stiftungsbetreuerin im Team "Bildung und Soziales" im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-243
F 0201 8401-255

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Deutsches Stiftungszentrum

Barkhovenallee 1
45239 Essen