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Stiftungslehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik in Leipzig
Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik
an der Handelshochschule Leipzig (HHL) gegründet.
Legitimität, Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind für die wirtschaftliche Wertschöpfung grundlegend. In der wirtschaftwissenschaftlichen Forschung und Lehre spielen diese Vermögenswerte bisher eine untergeordnete Rolle. Die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung engagiert sich seit 1. September 2009 mit 1,5 Mio. € über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einem Stiftungslehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik. Der Stifterverband begleitet diese Förderung.
Prof. Dr. Andreas Suchanek, Inhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts und Unternehmensethik, sagt: „Ziel des Lehrstuhls ist die Weiterentwicklung eines konzeptionellen Ansatzes von Wirtschafts- und Unternehmensethik, der in mehrfacher Hinsicht integrative Forschung und Lehre voranbringt. Den Fokus der Konzeption bildet die Goldene Regel, d.h. Investiere in die Bedingungen der generationenübergreifenden gesellschaftlichen Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil.“ Verankert in die Lehrstuhlstruktur der HHL, die alle Kernfächer der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre umfasst, wird der Lehrstuhl ein integraler Bestandteil der Managementausbildung sein, der maßgeblich dazu beiträgt, das Bewusstsein aller Studierenden für Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik zu schärfen. Suchanek ergänzt: „Dem Co-Teaching kommt hier eine besondere Bedeutung zu. So diskutiert der Ethiker beispielsweise im Kurs Marketing gemeinsam mit dem Kollegen und den Studierenden die Herausforderungen, Märkte für Menschen mit geringem Einkommen aufzubauen.“ |
Die Bedeutung der Wirtschaftsethik in Theorie und Praxis hebt Dr. Konrad Schily, Vorsitzender des Kuratoriums für BWL der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung, hervor: „Die Ökonomie bestimmt unsere Welt. Nicht erst die jüngsten Verwerfungen der Finanzkrise haben gezeigt, dass wir ethische Grundsätze in der Wirtschaft entwickeln und anwenden müssen.“
Der neue Lehrstuhl schließt nahtlos an die bisher durch DOW Deutschland geförderte DOWForschungsprofessur für Nachhaltigkeit und Globale Ethik an der HHL an.
Legitimität, Vertrauen und Glaubwürdigkeit oder:
Warum ist Wirtschafts- und Unternehmensethik eigentlich so wichtig?
Besonders die Finanz- und Wirtschaftskrise hat gezeigt: Die Menschen – ob als Bürger, als Mitarbeiter oder als Konsumenten – bleiben der Marktwirtschaft nur dann dauerhaft verbunden und werden nur dann Unternehmen die nötigen Handlungsspielräume gewähren und mit ihnen kooperieren, wenn sie diese nicht nur als ökonomisch effizient, sondern auch als verantwortliche Akteure begreifen. Legitimität, Vertrauen und Glaubwürdigkeit erweisen sich so als grundlegende Vermögenswerte für die wirtschaftliche Wertschöpfung. Jedoch sind die Kompetenzen für ein erfolgreiches und zugleich verantwortliches Management dieser Vermögenswerte oft nicht genügend vorhanden sind. Nicht nur in der Praxis, sondern auch in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung und Lehre besteht ein erhebliches Defizit an theoretisch fundierten und zugleich an den Problemen der Praxis orientierten Konzepten und Instrumenten bzw. deren erfolgreicher Vermittlung an jetzige und künftige Führungskräfte. Die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung mit Unterstützung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hat daher ab dem 1. September den Startschuss für den Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik gegeben.
Pressekontakt
Nicole Germeroth

Leiterin
Kommunikation &
Öffentlichkeitsarbeit
im DSZ – Deutsches
Stiftungszentrum
Tel.: (0201) 8401-204
Fax: (0201) 8401-255
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Prof. Dr. Andreas Suchanek, Inhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts und Unternehmensethik, sagt: „Ziel des Lehrstuhls ist die Weiterentwicklung eines konzeptionellen Ansatzes von Wirtschafts- und Unternehmensethik, der in mehrfacher Hinsicht integrative Forschung und Lehre voranbringt. Den Fokus der Konzeption bildet die Goldene Regel, d.h. Investiere in die Bedingungen der generationenübergreifenden gesellschaftlichen Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil.“ Verankert in die Lehrstuhlstruktur der HHL, die alle Kernfächer der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre umfasst, wird der Lehrstuhl ein integraler Bestandteil der Managementausbildung sein, der maßgeblich dazu beiträgt, das Bewusstsein aller Studierenden für Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik zu schärfen. Suchanek ergänzt: „Dem Co-Teaching kommt hier eine besondere Bedeutung zu. So diskutiert der Ethiker beispielsweise im Kurs Marketing gemeinsam mit dem Kollegen und den Studierenden die Herausforderungen, Märkte für Menschen mit geringem Einkommen aufzubauen.“
